Freitag, 27. Juli 2007

Spielen bei uns zu Hause 25.07.2007

Eigentlich sollten wir ja erst zu fünft sein, dann aber kam Jeff nur alleine und Andreas musste kurzfristig auch absagen.
Zuerst zeigte mir Jeff noch einmal sein Wampum, das ich nur in der ersten Version kannte. Da ich die Regeln auf deutsch übersetzen wollte, musste ich doch noch einmal mit diesen vertraut sein.
Danach kam ich endlich in den Genuss Caylus Magna Carta zu spielen. Eines gleich vorweg: es ist ein Klassespiel, das in keiner Spielesammlung fehlen darf... ... wenn da nicht der "große Bruder" wäre. Das Caylus Spielgefühl wird recht gut simuliert, dabei spielt es sich weniger verkopft und einfach lockerer drauflos. Trivial ist es dabei dennoch nicht. Der Vogt kann deutlich gemeiner sein, denn man kann ihn nicht weiter, wie die letzte liegende Karte schieben. Es gibt eine Warensorte weniger und Gold ist etwas leichter zu bekommen. Nach einem guten Start für Jeff konnte ich in der zweiten Hälfte Boden gut machen, sodass wir nach einer Stunde harten Ringens beide 70 Siegpunkte auf dem Konto hatten. Ich halte das Zweipersonenspiel nicht für die beste Besetzung, da einige der Gebäudekarten nicht die gewünschte Wirkung zeigen. Ich für meinen Teil denke nicht, dass ich es mir zulegen muss, denn Caylus fasziniert noch einen Tick mehr und viel länger dauert es auch nicht, wenn man es beherrscht. Unter 60 Minuten wird man bei CMC kaum bleiben, auch nicht zu zweit.
Zum Schluss gesellte sich noch mein Schatz dazu und wir widmeten uns noch einmal den Wikingern von Hans im Glück. Erstaunlich, wie schnell man Regel und vor allem Details nach wenigen Monaten schon so vergessen kann - so schnellebig ist die Spieleszene und zu schnell konsumiert man immer wieder Neues.
Schön wars auch dieses mal wieder.
Ich melde mich dann Montag wieder von einem weiteren Testspielabend.

Donnerstag, 19. Juli 2007

Spiele (-Autoren) -Treff in der Spielwiese 16.07.2007

Da sich trotz der Hitze ein paar Leute eingefunden hatten um Spiele zu testen, konnten wir nach einem kurzen Plausch auch gleich loslegen.
Artifact das kurz vor der Fertigstellung stand wartete auf einen (hoffentlich) letzten Test. Die letzten Änderungen wurden einstimmig für gut befunden und nach gut 90 Minuten waren sich alle einig: Das Spiel ist wirklich gelungen. Ich bin auch sehr zufrieden und so wird es dann wohl nächste Woche den Weg zum Verlag antreten können in der Hoffnung, dass die auch so zufrieden sind ;-)
Das zweite Spiel des Abends konnte da nur schwächer sein: Kronlanda. Leider lief die Sache nicht wirklich rund und es gab zu lange Wartezeiten, gibt es doch reichlich Grübelpotenzial wenn man sinnvoll spielen will. Das Ganze ist dann auch mehr Arbeit als Spiel, sodass ich nochmal kräftig darübergehen muss. Bin schon am Arbeiten.

Samstag, 14. Juli 2007

Spielen bei Peer 13.07.2007

Nachdem wir überraschenderweise doch zu viert (später kam auch noch Dominic) waren, lag auch schon das erste Spiel auf dem Tisch: Qwirkle. Ich hatte vorher noch nie etwas von dem Spiel gehört, aber das ist auch nicht verwunderlich, denn es kam 2006 auf einem wirklich kleinen amerikanischen Kleinverlag heraus. Peer ist ja dafür bekannt, auch einmal besondere Schätze zu präsentieren. Optisch erinnerten die Steine mit den aufgedruckten Farben und Formen etwas an Einfach Genial, aber das Spiel ist dann doch ein wenig anders. Man versucht seine 6 Steine möglichst punkteträchtig in einer immer größer werdende Auslage zu platzieren. Punkte werden sofort aufaddiert und das Spiel endet sobald ein Spieler den letzten Stein gelegt hat. Sicher, das Glück spielt schon eine gewisse Rolle und zum Ende hin nehmen die Grübelphasen zu, denn jeder will seinen optimalen Zug finden, aber das Positive überwiegt dann doch: ansprechendes Material, sehr einfache Regeln und eine noch überschaubare Spieldauer.
Als nächstes spielten wir das World Fact Game. Eine Art Geografiespiel, allerdings mit mehreren Kategorien auf den Länderkarten (Einwohner, Größte Stadt, Geburtenrate, Höchste Erhebung...). Es gilt aus einer Auslage (15 Karten) sich jeweils eine Karte zu nehmen, auf die eine bestimmte Eigenschaft zu einem Bestimmten Referenzland zutrifft. Worum es sich handelt, das wird vorher festgelegt (Würfel oder Karten). Verzockt man sich, muss man eine bereits erworbene Karte abgeben, ist man nur noch alleine im Spiel ist jede Karte 2 Karten wert. Am Ende zählt die Anzahl der ergatterten Karten. Es ist hier unwesentlich, wer gewinnt. Das Spiel macht Spaß und ist sehr lehrreich. Leider sind die Fakten auf den Karten wohl recht schnell veraltet, aber das tut dem Spielspaß keinen Abbruch. Es gibt wohl noch eine andere Variante, die der Anno Domini Reihe ähnelt, aber ich habe die Regeln hier nicht gelesen.
Den Abschluss bildete die neue Ausgabe von Canal Mania. Die letzte und bisher einzige Patie ist schon länger her, sodass ich nicht mehr wusste, worauf es ankommt um sinnvoll zu spielen. Nachdem sich die Feinheiten erschlossen, war die Partie bereits recht aussichtslos verloren. Trotzdem ein schönes Spiel, wenn ich auch immer geneigt bin von Gleisen anstatt von Kanälen zu sprechen. Leider nervte Mirko (den ich eigentlich sehr schätze) den Abend ziemlich mit seinen Aussagen über den Glücksfaktor. Zunächst bei Qwirkle und dann auch noch bei Canal Mania. Bei letzterem ist das vermeintliche Glück nicht so sehr präsent, als dass es stören könnte. Vielmehr kann man als Neuling uneffektiv spielen und das rächt sich im weiteren Spielverlauf drastisch.
Viel Spaß im Urlaub Peer :-)

Mittwoch, 11. Juli 2007

Baden Spielt

Am 7.7. hieß es in Weinheim: Baden Spielt! Da sich einige meiner Bekannten aus der Hall9000 - Zeit angesagt hatten, wollte ich mir das nicht entgehen lassen. In Weinheim angekommen galt es zuerst einmal den Ort zu finden, an dem es um Brettspiele ging, denn die Veranstaltung war in 4 Teile aufgesplittet (3 Schulen und die Stadthalle). Es spielte sich vieles im Freien ab und vor allem für Kinder war einiges Geboten (Kletterwände, Wasserspiele, Gokart fahren, Geschicklichkeitsspiele, Tischfußball...). In der Stadthalle dann endlich fand ich die kleine aber feine Brettspielabteilung. Man konnte dort unter sehr vielen Spielen wählen, diese ausleihen und erklären lassen. Es waren die meisten wichtigen Neuerscheinungen vor Ort und auch meine Bekannten, die dort als Erklärer eingesetzt waren (Kathrin und Peter Nos, Hans Peter Stoll, Sandra Lemberger, Jörn und Christiane Griesbach) und so stürzte ich mich ins Getümmel um zuerst Wikinger von Pro Ludo zu spielen. Ich kannte ja den Vorläufer Viking Fury von den Ragnar Brothers, aber das neue Wikinger ist ein wirklich oppulentes Machwerk. Einige Regelschwächen wurden geglättet und das Material ist unglaublich schön. Der oft bemängelte Glücksfaktor ist zwar vorhanden, aber jederzeit abschätzbar. Man hat es selbst in der Hand was man riskieren will. Leider ist die Spieldauer doch sehr hoch. Wir spielten eine verkürzte Version, die auch schon nahe der 2 Stunden Marke war und wir waren keine allzulangsamen Spieler.
Danach führte ich ein paar intensive Gespräche, vor allem mit Sandra Lemberger, die gerade in den erlauchten Kreis der Kinderspiel des Jahres - Juroren aufgestiegen ist. Da gab es natürlich allerhand zu diskutieren.
Nachdem sich mit Christian Hildebrand, der privat vor Ort war auch ein sehr förderliches Gespräch entwickelte, blieb nur noch Zeit ein weiteres Spiel zu spielen: Shogun die Neuauflage von Wallenstein. Da ich Wallenstein seinerzeit nur einmal gespielt hatte, war erneute Regelkunde gefragt. Leider ist auch hier die Spieldauer immens, will man vernünftig spielen und alles notwendige beachten. So mussten wir nach etwas über der Hälfte des Spieles abbrechen, da die Veranstaltung um 18 Uhr ihre Tore schloss. Die Regeln von Shogun sind gegenüber denen von Wallenstein komplett überarbeitet (was auch nötig war) und das Material wurde sinnvol, vor allem zu Gunsten der Übersichtlichkeit verändert. Thematisch und optisch spricht mich Wallenstein allerdings wesentlich mehr an, als die Armeen über unaussprechliche Provinzen zu schieben.

Spielen in Schriesheim

In meiner Heimat angekommen wollte natürlich auch gespielt werden. Mit Alex, Angela und Klaus trafen wir uns im von Speyer ca. 35 km entfernten Schriesheim bei Klaus, um einen gemütlichen Spieleabend zu veranstalten. Wir starteten mit 2 Aufwärmern, weil es schon recht bald Essen geben sollte.
Den Anfang machte Gelb gewinnt in der kleinen Kosmos-Schachtel. Ein recht einfaches Kartensammelspiel, das sehr fix durchgespielt ist und mit sehr wenigen Regeln auskommt. Allerdings ist der Einfluss hier so gering, dass es schon eine Frechheit ist. Aus dem Alter, in dem man zusammen spielt, um irgend etwas zu tun bin ich nun wirklich raus. Einen gewissen Grundanspruch setze ich als jahrelanger Spieler schon voraus. Es ist mir ein Rätsel, wer für dieses Spiel regulär im Laden 9,99 € hinlegt und dann begeistert ist... nein, das ist nur was für die vielbesagte Tonne.
Danach war noch Zeit für meine letzte Kreation: Apetito. Ich wollte noch eine kleine Regeländerung ausprobieren und bin nun sehr zufrieden mit dem Spiel. Man kann jetzt auch gezielt taktieren, sofern man das Spiel etwas kennt.
Das Spiel hat wahrlich Appetit gemacht und so machten wir eine kleine Essenspause, um mit Goa zum ersten "richtigen Spiel zu kommen. Auch nach einigen Jahren ist Goa immer noch eines meiner absoluten Lieblingsspielen. Sicher, man spielt es nicht schnell mal eben so durch, gerade wenn die Mitspieler noch eine Regelauffrischung benötigen, aber es ist absolut spannend.
Den Abschluss bildete eine Runde König Artus (das Kartenspiel). Ich kenne das Computerunterstützte Brettspiel nicht und so ging ich unvorbelastet an die Sache heran und es entwickelte sich ein wirklich recht packendes Kartenspiel. Ein wenig hat es etwas von Res Publika (Karten in Karten umtauschen, um dann noch bessere Karten zu bekommen), allerdings wird dieses bei weitem übertroffen.
So brachte mir dieser Abend wieder neue bisher unbekannte Spiele und auch wertvolle Erkenntnisse für meinen Prototypen.

Montag, 2. Juli 2007

Treffen mit Peer 29.06.2006

Da leider immer noch kein Ende der sommerlichen Spieleflaute abzusehen war, trafen wir uns an dem Tag eben zu zweit. Es gab noch einiges zu besprechen und da ich jetzt erst einmal eine Woche nicht im Lande bin, wollte ich einfach noch einen verspielten Abend verbringen.
Wir besprechen die neuerlichen Änderungen was Rungholt angeht und sind jetzt mal zuversichtlich, was den bzw. die nächsten Tests angeht (kanns eigentlich kaum noch erwarten!).
Danach war es endlich Zeit, Guatemala Cafe zu zweit zu spielen. Dabei wurde mir auch gleich bewusst, dass wir 2 Details immer falsch gespielt hatten (das wäre für die anstehende Rezension fatal geworden!). Siehe da: zu zweit spielt sich das Spiel eine ganze Ecke spannender und taktischer - eine volle Note besser, als das Mehrpersonenspiel. Zu einem richtigen Kracher fehlt allerdings schon noch ein Stück.
Wir wollten danach noch eine Kleinigkeit testen und so zeigte mir Peer ein kleines, aber sehr sehr feines abstraktes 2er Spiel. der Name war irgend etwas mit Q. Man kann sich hier auch wunderbar belauern und gegenseitig ärgern. Eine Partie dauert kaum länger als 10 Minuten und machte sehr viel Spaß! Schönes Ding Peer.
So, ich verabschiede mich jetzt erstmal und werde euch nächstes mal von meinen Spielerlebnissen in meiner Heimat berichten.

Freitag, 22. Juni 2007

Testspieltreff Spielwiese 18.06.2007

Nach längerer Zeit fanden wir uns mal wieder in der Spielwiese ein.
Da die andern auch pünklich waren, konnten wir gleich loslegen und testeten noch einmal Artifact von Jeff und mir. Mit den letzten Änderungen lief es wesentlich interessanter ab. Die Wartezeiten bekommen wir wohl nicht mehr in den Griff, aber erstens handelte es sich wiederum um die 5er Partie (Vollbesetzung) und außerdem beschleunigt sich der Ablauf erheblich mit Spielkenntnis. Ein wenig dran Feilen und gut is :-)

Danach wurde sogar mal ein richtiges veröffentlichtes Spiel gespielt: Tsuro! Erstaunlich, mit wie wenig Regeln das Spiel auskommt und trotzdem in ca. 15 Minuten auch mit 7 Spielern zu spielen ist (8 sind Maximum!). Jetzt verstehe ich auch, warum das Spiel im Vorfeld der Spiel des Jahres - Nominierungen hoch gehandelt wurde. Das Zeug dazu hätte es auf alle Fälle, doch es kam ja anders... Wie es sich in der kleinen Runde spielt bleibt noch abzuwarten und ob der Einfluss wirklich spürbar vorhanden ist.

Danach teilten wir uns, denn in der Spielwiese war es voll geworden (2 Tische waren noch besetzt und das NICHT von uns!

Peer hatte in seinem unerschöpflichen Ideenreichtum wieder mal ein neues Spiel, was er uns vorstellen wollte: Dschingis Khan. Vor allem dem Material merkte man an, dass die Sache mit der Heißen Nadel gestrickt wurde. Es wird zugleich auf bestimmte Aktionen bzw. Rohstoffe geboten. Anhand der Gebote wird dann die Reihenfolge ermittelt wer sich was aussuchen darf. Die Möglichkeiten waren meiner Ansicht nach ein wenig arg eindimensional und es fehlte natürlich noch ziemlich das Feintuning. Gefühlsmäßig hatte das Spiel leider ein wenig mathematisches Flair, sodass recht wenig Spielfreude aufkam. Ob Peer jetzt mir unseren Vorschlägen klar kommt bleibt abzuwarten... ich bin jedenfalls sehr gespannt.

Freitag, 15. Juni 2007

Testspieltreff in der Arche (Marzahn/Hellersdorf)

Die letzten Wochen war wirklich der Wurm drin was Spieletreffs angeht. Einige sind aus verschiedenen Gründen ausgefallen, dann war das Autorentreffen in Göttingen (wo einige meiner Mitspieler vertreten waren) und schließlich ist auch mir etwas dazwischen gekommen gewesen.

Vorgestern (13.06.2007) klappte es dann tatsächlich mal wieder. Wir wollten das neu überarbeitete Artifact testen und dann gleich in der 5er Vollbesetzung. 90 Minuten sind schonmal nicht schlecht. Ein paar Dinge werden wir noch ändern und Montag nochmal testen, bevor das Spiel auf die Reise zu einem Verlag geht. Ich hoffe wir haben in die richtige Richtung "vereinfacht".
Als zweites Spiel konnte ich noch einmal mein Apetito testen, nachdem ich ein paar Details angepasst und verändert hatte. Es wurde in der Tat öfter angezweifelt und am Ende hatten 3 Spieler die gleiche Punktzahl (von 6!). Ich finde das nicht schlimm oder bedenklich, finde ich doch eigentlich hahnebüchene Tiebreaker eher daneben. Dann schon lieber den Sieg teilen. Ich werde es weiter beobachten.

In diesem Sinne bis Montag, wenn man bei den Temperaturen nicht doch eher im Biergarten sitzten mag :-)

Montag, 21. Mai 2007

Peer vs. Bernd :-)

Heute ergab es sich so, dass nur Peer und ich Prototypen auf dem Tisch hatten - ob es an der 6er Besetzung lag?
So ergab sich die Chance gleich meine neue Spontanidee Apetito in der vollen Besetzung auszuprobieren. Im Großen und Gnazen war ich schon recht zufrieden. 2 Kleinigkeiten noch und ich denke es passt und macht Appetit auf mehr :-)
Peer spielte mit uns nochmal Haiku, welches wir schon zu zweit getestet hatten, es da aber nicht überzeugen konnte. Auch zu viert war es nur unwesentlich spannender, denn man ist mit seiner Kartenhand zu statisch. Ich denke, dass die neuen Ansätze hier gute Dienste verrichten werden.
Den Abschluss bildete Serengeti zum ersten mal in der vollen 6er Besetzung. Das Spiel war schon vor den letzten Änderungen klasse und hat jetzt nochmal zugelegt. Runde Sache - der Punkt geht an dich *g*!

Mittwoch, 16. Mai 2007

Außerderreihetesttag

Da wir Hummeln im Hintern hatten was unsere Prototypen anging, schoben wir einen Testtag außer der Reihe ein.
Zum Glück waren wir nicht nur zu zweit und auch Michael (der Macher der Spielwiese) konnte den Runden beiwohnen.
Den Anfang machte Peer's Orinoco, das er seit dem letzten Test etwas überarbeitet hatte. Ich muss sagen, es hat dadurch deutlich gewonnen. Ständig ist man hin- und hergerissen, welche der möglichen Aktionen man durchführen soll... Karten sammeln oder Hütten bauen für später, oder schnelle Punkte durch Gold und das Beenden eines Streckenabschnittes als erster. Macht viel Spaß!
Als nächstes konnte ich mein brandneues Chrome X testen. Die letzten Wochen hatte ich mir deswegen viele Gedanken gemacht und die 95 Karten entworfen. Mir war klar, dass es noch nicht sofort rund laufen konnte, aber das Ergebnis war wieder mal etwas ernüchternd. Anhaltspunkte für Verbesserungen gab es genügend. Mal sehen, was sich umsetzen lässt.

Leider musste ich dann schon gehen, aber es hat sich trotzdem gelohnt.

Dienstag, 8. Mai 2007

"Test the best" 07.05.2007

Dieser Montag sollte im Zeichen der Prototypen stehen - nicht, dass nur Autoren da gewesen wären und nicht, dass wir die neuen Spiele schon über hätten, aber es ergab sich einfach und so waren wir alle gespannt, was der andere denn aus dem Hut zauberte.
Jeff hatte ein neues Spiel, das noch nie getestet war: American Pi. Er wollte erst nicht so recht, denn er war unsicher, ob das Spiel überhaupt funktionierte... aber das tat es und wie! Beneidenswert, wie Jeff es immer schafft mit kleinen feinen Ideen und superschönem Material einen Spielgenuss zu kreieren. Hier wurde der Verteilmechanismus von San Marco geschickt mit dem Mehrheitenmechanismus von Tutenchamun verknüpft. Ein Kuchen, der aus 10 Stück besteht gilt es zu teilen. Selbst bekommt man davon allerdings nur das was die anderen Spieler nicht wollen. Leichte flotte Kost - einfach gut!
Endlich konnte ich den finalen Tupai Test durchführen - ich wollte sehen, wie sich die Änderung beim Einkommen in der vordersten Spalte auswirkte. Eigentlich war es genauso wie beim letzten Test. Einen kleinen Hinweis habe ich noch bekommen, den ich in die Spielregel einfügen kann und somit bin ich nun soweit zufrieden. Die 90 Minuten Spieldauer konnten wir auch einhalten zieht man die umfangreiche Erklärungszeit ab.
Leider konnte Richard doch erst gegen 20 Uhr kommen dass wir Siam in der 3er Version testen könnten und so stellte uns Peer noch ein Spiel vor: Die Reise durch Italien. Er weiß noch nicht, ob er das Spiel für den Italienischen Autorenwettbewerb verwenden soll. Dort lautete die Vorgabe: ein (Rund-) Reisespiel rein aus Karten zu kreieren. Leider waren einige Sachen noch nicht so stimmig, was auch nicht zu erwarten war beim "ersten Test am Menschen", aber was den Spielern zu schaffen machte war die schlechte Übersicht. Es war nur mit allerhöchster Konzentration möglich zu erkennen, ob es Sinn macht ein Kartenangebot zu ersteigern oder nicht. Der Rest erinnerte stark an Thurn und Taxis - einzig der Versteigerungsmechanismus ist recht originell und hat mir auch gefallen. Die Möglichkeit Punkte zu machen ist leider recht eingeschränkt und so hat man nicht das Gefühl viel sinnvolles unternehmen zu können. Vielleicht ist auch die Besetzung von 5 Spielern einfach zu groß.
Inzwischen war Richard da und wir teilten uns in 2 Gruppen. Ich kam in den Genuss eine recht Produktionsnahe Karte von Siam zu sehen und das Spiel fast in seinem Endstadium zu spielen. Das Problem: wie lässt sich das Königsmacherproblem ausschalten, das im 3er Spiel fast immer gegeben ist. Die Regel dies zu beheben scheint mir effektiv, aber nicht sehr elegant. Leider habe ich dazu auch keinen sinnvollen Einfall - trotzdem freue ich mich schon auf dieses tolle Spiel auf der Spiel 2007.

Montag, 30. April 2007

Besuch aus dem Süden

Nachdem wir wieder Schnurzel zu Besuch hatten, wollten wir den Freitag (27.4.2007) auch einen Spieleabend hier organisieren. Zum Glück kamen noch Peer und Andreas sodaß wir zu fünft waren. Zuerst hatten wir das geniale Notre Dame auf dem Tischm, denn Andreas kannte es noch nicht und auch Peer kannte es nur von einer 2er Partie. Durch Geldmangel kam ich ziemlich außer tritt und wurde mit dem letzten Platz bestraft, trotzdem immer wieder ein kurzweiliges Spielerlebnis... nein, ich werde es nicht in der Bretspielwelt kaputt spielen!
Danach mussten wir unseren Tisch testen, ob er wohl einem 5er Colosseum standhalten kann... na ja - mit einer kleinen Beistell-Lösung konnte er es, aber optimal war es nicht. Das Spiel indes gefällt mir von mal zu mal immer besser. Ich hoffe uns fällt noch etwas ein wie man das Spiel schneller aufbauen und wieder verstauen kann, denn das kostet doch stets in Summe eine halbe Stunde.
Danach musste Andreas gehen, er hatte noch eine Verabredung - danke, dass du trotzdem bei uns warst!
Als Absacker musste das geniale Ubongo herhalten - zugegebenermaßen kein Spiel für Schnurzel und auch nicht für die späte Stunde, trotzdem ist immer jeder mit Feuereifer dabei.
Den Abschluss bildete eine Runde Blokus, da wir dazu in der perfekten 4er Besetzung waren.
Ein schöner Abschluss eines wunderbaren Spieleabends.

Sonntag wollten wir den Abend ebenfalls nutzen um uns zu dritt ein paar Spiele zu genehmigen. Wiederholt griffen wir zu Colosseum vor allem um die neue Versteigerungsvariante auszuprobieren. Hier darf jeder in der Versteigerung mehrere Plättchensets ersteigern. Das setzt gute Spielkenntnis voraus und erfordert gutes Geldmanagements. Nicht, dass man danach blank dasteht und womöglich in der nächsten Runde keine Einkäufe tätigen kann.
Ich finde diese Variante noch besser, als das Grundspiel, denn damit hat man mehr Entscheidungsspielraum und kann einen Geldvorteil gezielt ausnutzen. Im 3er Spiel sind allerdings die Plättchen keine große Mangelware, sodass das Tauschen etwas zu kurz kommt.
Da uns Hermagor wiederholt begeistert hat ließen wir danach eine Partie folgen. Hier bewahrheitete sich wiedermal der Satz: zu viel Reisen ist ungesund. Im richtigen Moment mal stehen bleiben und kräfti abkassieren ist eine gute Alternative und ein Weg zum Erfolg.

Den Abschluss bildete Das Zepter von Zavandor, allerdings hätten wir das wohl besser nicht gespielt, denn wir waren doch alle nicht mehr sehr fit den Abend und das konnte Schnurzel gnadenlos ausnutzen ;-) Das nennt man Gastfreundschaft!

Mittwoch, 25. April 2007

Testspieltreffen Spielwiese 23.04.2007

Als ich gegen 17 Uhr in der Spielwiese eintraf waren nur Michael (der Betreiber) und Peer da. Es gab viel Laufkundschaft und so konnte sich Michael nicht an einer entspannten Spielrunde beteiligen. Thorsten Gimmler wollte noch kommen und so vertrieben wir uns die Zeit mit einer Runde Notre Dame. Da Peer nur sehr wenig Zeit hatte, spielten wir danach eine Runde Waldmeister, denn das wollte er Thorsten vorstellen. Weil Thorsten immer noch nicht da war und Peer schon gehen musste, übernahm ich dann diesen Part.
Gegen 18.40 kamen dann sowohl Thorsten, als auch Reinhold und andere.
Ich stellte kurz Peer's Spiel vor und danach erklärte ich den Beteiligten Colosseum, welches wir schon aufgebaut hatten. Da wir inzwischen schon 7 Leute waren mussten wir uns splitten.
Thorsten packte 2 Prototypen aus, die schon bald das Schmidtspielelogo tragen werden. Das erste Spiel ist eine Art Lauf- und Sammelspiel und erinnert ein wenig an Tutanchamun. Sehr flott und mit einfachen Regeln, aber doch mit Raum zum Taktieren. Autor sind die beiden Ditts, die wir alle von der Pöppelkiste kennen. Ihr Erstlingswerk Nautilus liegt ja auch schon geraume Zeit zurück. Dieses Spiel scheint aber richtig gut zu werden und vor allem: es spricht alle Gruppen von Spielern gleichermaßen an.
Der zweite Prototyp konnte da leider nicht mithalten. Optisch erinnerte das ein wenig an Sudoku und die Kernaufgabe kennen wir schon von den Pyramiden des Jaguar. Zuerst wird ein 20 Seiter befragt und entsprechend des Ergebnisses muss man Nummernsteine so ablegen, dass man vor seinen Mitspielern eine aufsteigende Reihe von 1-12 erhält. Von den 12 Steinen hat man allerdings nur je 3 zufällig gezogene zur Verfügung. Hat man erst einmal alle Steine eingesetzt geht es nur noch ums Versetzen. Das Ganze bot einfache Kost ohne jeden Tiefgang - ein klein wenig Zocken, aber gegen Ende fällt der Spannungsbogen doch stark ab.
Thorsten plauderte noch ein wenig aus dem "Nähkästchen" und um 20.30 machte ich mich dann auch auf den Nachhauseweg.

Sonntag, 22. April 2007

Spielewoche in Oberhof (Teil II)



Donnerstag war es dann wieder soweit: das große Tichuteamturnier stand auf dem Programm.
Nachdem sich unser 3er Team von letztem Jahr bewährt hatte (jder setzt 2 x aus bei 6 Partien) wollten wir das wiederholen. Dieses Jahr war das Starterfeld mit 24 Teams stärker als letztes Jahr (18). Allerdings meldeten sich 3 Teams kurzfristig ob des guten Wetters ab. Nach dem sehr guten 4. Platz letztes Jahr schafften wir es dieses mal sogar bis aufs Treppchen (3). Im letzten Match war von Platz 2 - 5 alles drin (je nachdem, wie sich die Konkurrenz anstellt). Somit durften wir uns über die Urkunde und einem kleinen Spielepreis freuen.

Dazwischen war noch Zeit unter Autorenkollegen ein wenig zu "Fachsimpeln". Hier Thorsten Gimmler, der als Redakteur für Schmidt Spiele mit ein paar Prototypen angereist war.

Am Abend ging es dann wieder an die "richtigen" Spieltische.
Das neue große Spiel von Days of Wonder Colosseum stand auf dem Programm. Ein wahrhaft großes Spielerlebnis. Nachdem die letzten Spiele aus diesem Verlag eher nur optisch ansprachen und der Spielreiz sehr schnell nachließ, bietet Colosseum endlich auch spielerische einen Leckerbissen. Ähnlichkeiten mit Fürsten von Florenz sind wahrlich vorhanden, aber nicht unbedingt störend, besitzt doch das Spiel reichlich Atmosphäre und bringt sein individuelles Flair rüber. Einzig der große Aufbauaufwand und das Einpacken hinterher trüben etwas den Genuss. Dieses Spiel sollte noch weitere Male auf dem Tisch landen.

Nachdem ich mir in der Tichupause die Regeln von Portobello Market durchgelesen hatte, konnten wir daraufhin gleich eine Partie folgen lassen. So trostlos, wie das Bild rechts, so war auch unser Eindruck. Zu viert kommt jeder Spieler nur ca. 5-6 mal dran im gesamten Spiel. Gezielten Einfluss kann man in dieser kurzen Spieldauer leider nicht nehmen. Möglicherweise entfaltet es sich zu dritt etwas mehr. Hier hätte der Verlag nicht unbedingt das Spiel auf Teufel komm raus zusammenkürzen brauchen, nur damit es ein Halbstundenspiel für Familien wird. Der Prototyp, der beim Hippodice Wettbewerb gewonnen hatte bot hier scheinbar noch mehr Tiefe.

Am nächsten Tag erarbeiteten wir uns Origo von Wolfgang Kramer. Der Spielplan zeigt ein ziemlich quadratisches Europa, das auch noch in ein Koordinatensystem gepresst wurde. Das Setzen der Einflussplättchen wird durch Karten gesteuert, die bestimmte Reihen, Spalten oder Gebiete ansprechen. Punkte bekommt man durch Gründen von Ländern, sowie durch Einfluss bei den Wertungen. Da es immer enger wird auf dem Plan spielt auch der Angriff gegen Spielende eine gewisse Rolle. Hier wird auf der Siegpunktleiste übersprungen, falls auf dem Zielfeld schon eine Figur sitzt. Der Eindruck ist ein wenig gespalten - konnte uns beim ersten Spiel nur bedingt überzeugen.

Venedig von Klaus-Jürgen Wrede kann schon eine Weile in der Brettspielwelt gespielt werden. Wir kannten es dennoch nicht und testeten es nun an. Von den Mechanismen her ist es relativ einfach und gaukelt einem viel Einfluss vor. Dennoch scheint es relativ beliebig was ich tue, bekomme ich doch immer mal ein paar Pünktchen ab. Dass man das Entsumpfen vergessen kann und es dann nichtmehr nachholen darf ist albern, ebenso das ständige Überspringen der Gegenspieler auf der Siegpunktleiste, wobei hier besetzte Felder nichtmal mitgezählt werden. dadurch wird ein Vorprescher IMMER eingeholt- Diese Form von Punktegeschenken und Gleichmacherei finde ich ziemlich grauslig. Bei uns gingen dann auch die Goldplättchen aus, sodass jeder Spieler bevor er seine Aktion machte erst ein Goldplättchen einsetzte, um es daraufhin sofort wieder zu bekommen. Ziemlich unausgegoren und eine einzige Krücke dieser Mechanismus. Fazit: durchgefallen!

Dazwischen wurden wir nimmermüde Notre Dame zu spielen!

Nach Coloretto und Coloretto Amazonas lag uns nun das neue Spiel von Michael Schacht Zooloretto vor. Wie bei Coloretto deckt man Karten (hier Plättchen) auf und füllt somit verschiedene 3er Gruppen. Wenn man meint eine schöne Gruppe (die auch aus weniger als 3 Plättchen bestehen kann) vorzufinden, nimmt man diese zu sich und die laufende Runde ist für einen selbst beendet. Die Tierplättchen legt man in seine Gehege, wobei man leider nur 3 verschiedene Tiersorten (mit Erweiterung 4 Sorten) unterbringt. Leider gibt es 8 oder 9 verschiedene Sorten und hier liegt der Hase im Pfeffer. Ein sehr kurzweiliges und spaßiges Spiel, das mehr Spaß macht, als man zunächst vermuten mag. In lustiger Runde ist es dann auch recht egal wer gewinnt. Es bietet einfach gute Unterhaltung.

Den Tagesabschluss bildete Finden Sie Minden, ein weiteres Erdkundespiel, bei dem man die Lage der Städte einschätzen muss. Dazu ist die Deutschlandkarte in viele Quadrate eingeteilt. Man darf selbst bestimmen, wie genau man meint zu wissen wo die Stadt liegt. Dafür gibt es dann eben mehr Punkte und man darf die Stadtkarte mitunter auch behalten.
Hier hatte ich schnell geführt und war meiner Sache ziemlich sicher. Leider bekommt man als Führender potenziell eine schwerere Städtekarte und hat es damit etwas schwerer... ein schöner Mechanismus. Danach ging nicht mehr viel und mein Schatz fuhr ungefährdet zum Sieg. Wer diese Art von Spielen nicht mag, wird auch Finden Sie Minden hassen. Allen anderen kann das Spiel wärmstens empfohlen werden.

Der letzte Tag sollte dann im Zeichen von Wiederholungen, Prototypen und älteren Sachen (Magellan) stehen.

Zunächst konnte ich unserer Runde Tupai vorstellen, von dem ich wusste, dass es schon nahezu fertig ist. Nach der letzten Äbderung war nur die Frage, ob die Spieldauer jetzt zu hoch ist, aber dem war bei 90 Minuten nicht so. Hier wurden wir noch von der Örtlichen Presse fotografiert. Mal sehen, ob sich der Artikel auftreiben lässt.

Ein älteres Spiel fand danach den Weg auf unseren Tisch: Magellan, ein sehr feines Versteigerungsspiel, das allerdings etwas polarisiert und nicht jedem gefällt. Speziell denen nicht, die eine Abneigung gegen Versteigerungen haben, denn diese sind das Kernelement von Magellan.

Viel Zeit blieb nicht mehr und so spielte man gerne noch "altbekanntes" (Colosseum, Wikinger).
Leider waren einige Leute schon beim Zusammenpacken und brachen gen Heimat auf, sodass man sich in seinem Raum schon wie der letzte Überlebende vorkam. Wir nutzten den Tag spielerisch bis zum Ende aus und ich konnte auch noch meinen dritten Prototypen Kronlanda vorstellen. Ich wusste, dass er noch nicht in allen Belangen funktionieren konnte, aber durch die Testrunde gibt es viele Ansätze, die das Spiel noch voran bringen können. Ein Spielwert ist wahrlich vorhanden, der sich lohnt auszubauen.

Zu erwähnen bleibt noch die Wahl des Pfefferkuchels 2007 - einer Tradition in Oberhof, der ein recht gutes Bild über die Qualitär der Neuheiten liefert. Nicht sehr überraschend, dass Notre Dame und Wikinger mit großem Abstand das Feld anführten.

Eine supertolle Woche ging zu Ende und brachte uns neben einem Großteil des neuen Spielespektrums auch viel Zeit, um liebgewonnene Bekannte wiederzusehen. Oberhof 2008 - wir sind dabei!

Montag, 16. April 2007

Spielewoche in Oberhof (Teil 1)

Endlich – nach langer Vorfreude war es soweit: die Spielewoche in Oberhof stand vor der Tür. Zuerst hieß es: Geduld bewahren, denn der Gott des Staus hat es auf unserer Fahrt nach Oberhof nicht gut gemeint. Man könnte meinen ganz Bayern war an Ostern in Berlin und wollte exakt zur gleichen Zeit zurück nach Hause. Na ja – zum späten Nachmittag haben wir es dann doch geschafft, um uns alsbald ins Getümmel zu stürzen.

Nachdem alle Bekannten begrüßt waren ging’s los mit Notre Dame. Was soll ich sagen: das Spiel ist ein Kracher! Kein richtiges Schwergewicht, aber es verlangt ständig schwerste Entscheidungen zu treffen um in einem absoluten Mangelspiel (alles ist irgendwie wichtig) die Oberhand zu behalten. Der Einsetzmechanismus ist so was von simpel, effektiv und schlichtweg genial – warum ist da vorher noch niemand drauf gekommen?

Guatemala Cafe war das nächste Spiel. Im Vorfeld gab es vor allem im Spielbox Forum haufenweise euphorische Meinungen zu dem Spiel. Leider konnten die hohen Erwartungen nicht erfüllt werden. Sicher, das Bewegen des Einkäufers und erwerben der Teile macht schon Spaß. Zu sehen, wie sich der Plantagenspielplan langsam füllt ist dank des phantastischen Materials ein Augenschmaus. Sobald es dann aber mehr und mehr ans Punkten geht ist der Spaß vorüber und es kommt nur noch darauf an wer im richtigen Moment an die Reihe kommt. Dieser Schluss zerstört den Spielspaß nahezu komplett und zurück bleiben ratlose Gesichter.

… noch mal Notre Dame…

Danach war es uns nach etwas lockererem: Fangfrisch von Queen Games. Vor 2 Jahren in Rieneck hatte ich doch tatsächlich den Prototypen gespielt. Das Spiel hat sich kaum verändert – anstatt zu rufen gibt es jetzt eine Klingel zum Draufhauen um sich ein Angebot zu sichern. Das Material – vor allem die Grafik ist irrsinnig schön und witzig. Das Spiel auch recht schnell durchgespielt. Dafür besitzt es die richtige Spieltiefe. Fische ersteigern, sammeln und zu einem möglichst guten Kurs wieder verkaufen. Man lässt sich nur oft dazu verleiten gutes Geld für zu wenig Fisch auszugeben. Gerne klauen einem die lieben Mitspieler die besten Stücke auch noch weg. Das Spiel hat leider einen Haken: wenn keiner mehr mindestens 10 Euro hat könnte man beliebig viele Fischkarten aufdecken – keiner könnte diese erwerben. Die Regel schweigt sich zu dem Punkt leider aus.

… noch mal Notre Dame …

Da Da sich unsere Runde mittlerweile gefunden und gefestigt hatte, wollten die anderen endlich einen meiner Prototypen sehen und spielen: Legato Andalusi kam auf den Tisch. Leider hakte die Versteigerung ein paar Mal, die Übersicht ist schwer zu behalten und der Einfluss ist doch sehr gering. Ich weiß nicht, ob es sich lohnt daran weiter zu arbeiten. Der Spaßfaktor hielt sich dann noch unter der „Nett-Marke“.

Ein Spielereicher erster kompletter Tag geht zu Ende.

Der nächste Morgen wurde eröffnet von einer Runde Jenseits von Theben. Ein Spiel, das zu Recht die Spielerfraktion spaltet. Einerseits ist das Thema hervorragend umgesetzt und der Mechanismus mit dem Zeitstein wirklich genial – andererseits kann einem das Pech dermaßen das Spiel versauen… spätestens wenn man das erste Mal von 10 Schatzplättchen nur 2 Minifundstücke aushebt senken sich die Mundwinkel. Ich würde es wohl nochmals mitspielen, aber zu Befallsstürmen reißt mich das Spiel nicht hin.

Danach sollte ich nach Notre Dame den zweiten Neuheitenkracher spielen: Wikinger von Hans im Glück. Das Spiel wartet mit einem feinen Geflecht von Landschafts- und Personenmanagement auf und dazu besitzt es noch einen Spannungsgeladenen Mechanismus, der genial die Preise für ein Plättchen samt Figur steuert. Ein Klassespiel, dem wir sofort eine Revanche folgen ließen.

Hermagor war danach dran – ein ebenso tolles Spiel, das leider viel zu selten auf dem Tisch landete.

Nachdem ich Alchemist schon kannte, wollte ich es den anderen auch näher bringen und dabei natürlich auch sehen, ob es nach einer weiteren Runde immer noch so gut ist, wie ich es beim ersten Spiel befunden hatte. Es bleibt ein sehr solides Spiel – kein Überflieger, aber sehr gute Kost. Es war ein Vorteil, dass ich bereits wusste, worauf es bei dem Spiel ankommt und wie man es schafft ordentlich zu punkten. In meinem ersten Spiel saß ich auch noch ein wenig hilflos am Brett.

Factory Fun hatten wir in Essen 2006 verpasst, aber nach den guten Meinungen und Kritiken konnte es jetzt endlich einmal gespielt werden. Wenn man die Teile das erste Mal sieht raucht einem schon ganz schön die Birne und alles schaut recht chaotisch aus. So braucht es eine Weile, bis man einen gewissen Blick dafür bekommt welche Maschinenteile man sich am besten schnappt und in seine Maschinenhalle einbaut. Kein schlechtes Spiel, aber es braucht noch weitere Partien um nicht solch einen Quatsch zu konstruieren.

So kamen wir langsam zum Ende für diesen Tag, damit wir für den Donnerstag ausgeruht ins Tichuturnier starten konnten.

Freitag, 6. April 2007

Spielen bei Peer 05.04.2007

Da ich wieder mal der erste Gast des Abends war, zeigte mir Peer sein Waldmeister, ein Spiel, das wohl schon eine Zeit auf dem Buckel hat, dadurch sehr rund und durchdacht wirkt. Es macht sehr viel Spaß und bleibt bis zum Schluss sehr spannend. Leider wirkt es ein wenig sehr abstrakt, aber mir macht sowas ja nichts aus. Ob das Spiel zu dritt und viert genauso gut ist kann ich nicht beurteilen - zumindest sinkt sicher der Einfluss. Ich würde Peer eine Veröffentlichung gönnen. Eine gewisse Chance besteht wohl noch.
Kurz danach kam auch der Rest der Crew (Jörn, Doro und Mirko).
Wir begannen mit dem wunderbaren Warmmacher R-Eco. Hier hatte ich mich leider zu früh verausgabt und illegalen Müll produziert, bevor die lukrativen Karten zu vergeben waren.
Danach war es Zeit für ein "richtiges" Spiel: Peer hatte sich die Sonderausgabe von Maestro Leonardo ääh Leonardo Da Vinci besorgt. Die Schachtel schaut schon sehr toll aus, allerdings ist der Inhalt dann identisch mit der normalen Abacus/DV Ausgabe.
Da einige noch Leonardo - Neulinge waren, benutzten wir den vorgegebenen Startaufbau. Trotz meiner Spielerfahrung konnte ich mir den Sieg nicht sichern, da ich in den letzten Runden zu viele Ausgaben tätigte und so gab es einen denkbar knappen Ausgang mit 51 : 45 : 41...
Nachwievor ein klasse Spiel, aber sicher nicht für jeden, denn es ist auch nach mehrmaligem Spielen nicht einfach fehlerfrei zu spielen und erfordert höchste Konzentration.
Anschließend folterte uns Peer noch mit einem alten Hektikspiel: Situation 4. Wettpuzzeln kennt man ja in gewisser Weise von Ubongo, aber hier wird richtig gepuzzelt gepaart mit einem Wargame... während des Puzzlens muss man noch Besitzfahnen und Brücken errichten sowie seine Panzer positionieren. Das Ganze ist dermaßen chaotisch dass ich dachte: da hätte ich mein Kronlanda auch in der Urfassung lassen können. Uff - so ein Spiel zu solch später Stunde ist dann wirklich gar nichts für mich.
Soweit für heute - ich melde mich erstmal für eine Woche ab und sammle derweil Eindrücke von den Neuheiten, die wir in Oberhof antesten können.

"Alte" Spiele können auch Spaß machen

Spielen bei Andreas 04.04.2007
... Begonnen haben wir aber mit einer Neuheit: Catan - Das Würfelspiel. Es wurde ja schon allerhand darüber berichtet. Tatsächlich ist es eine Kniffel - Variante mit kleinen netten Zusatzelementen. Diese beinhalten einen speziellen Block im Catan - Outfit, auf dem man die erwürfelten Punkte aufschreibt bzw. die Elemente markiert. Man braucht Straßen um Siedlungen und Städte zu erreichen und man kann Ritter "erwürfeln", die einem später einmalig einen bestimmten Rohstoff liefern. Nach 15 Runden (Würfen) endet eine Partie und jeder zählt seine Punkte zusammen. Ob es Spaß macht und welchen Eindruck es mir vermittelt hat erfahrt ihr demnächst unter "Eindrücke".
Danach war es Zeit zwei "alte" Spiele zu spielen, bevor es kommende Woche mit der Neuheitenflut zur Spielewoche in Oberhof losgeht.
Blue Moon City - immer wieder schön und vor allem mit den 4 Zusatzplättchen (von der Spielbox und dem Knizia - Almanach) noch ästhetischer und schöner.
Palazzo - irgendwie noch ein Knizia, der schon ziemlich abhängig vom genauen Schlusszeitpunkt ist. Wir zogen die 5 Gemäldeplättchen nahezu direkt nacheinander.

Das hat richtig Laune gemacht und nicht nur wegen des Ausganges ;-)
Schon seltsam, wie schnell Spiele nicht mehr als "neu" gelten, obwohl sie gerade mal ein Jahr auf dem Buckel haben.

Dienstag, 3. April 2007

Testspieltreffen Spielwiese 02.04.2007

Heute sollten wir zu fünft am "Autorentisch" Platz nehmen. Den Anfang machte Jeff mit seinem Scalping Maximus, einem thematisch witzigen Kartenspiel um das Kaufen und Verkaufen von Tickets zu den Veranstaltungen im alten Rom. Während der 3 Runden gilt es möglichst viel Profit dabei zu machen. Durch Einsatz seiner Handkarten gewinnt man Einfluss und hat somit entweder früh die Wahl der Auslage oder geht mitunter auch leer aus. Das Spiel funktionierte schon sehr gut und machte auch Spaß, nur im Detail hakte es vielleicht ein wenig und der Spannungsbogen könnte etwas mehr ansteigen.
Danach sollten Peer und ich noch einmal die Chance erhalten Rungholt nach den letzten Änderungen und vor allem Vereinfachungen noch einmal zu testen. Es schleppte sich ziemlich dahin bis es in die Gänge kam... und dann war es auch plötzlich schon zu Ende. Hier müssen wir nochmal die Schraube ansetzen, denn so richtig überzeugend war auch dieser Test nicht. Ich habe das Gefühl wir entfernen uns immer weiter von einem guten, runden Spiel, das auch Spaß machen kann.
Günter packte daraufhin sein Australienspiel aus, bei dem es auf der Landkarte darum geht bestimmte lukrative Punkte anzusteuern und die Punktträchtigsten Steine abzuräumen. Das Prinzip der Wegplanung erinnerte ein wenig an Himalaya, aber das Gesamtkonzept ist natürlich wesentlich einfacher. Es funktionierte zwar, aber die Aufgabenstellung könnte noch peppiger sein, ebenso wie die Planungsphase.
Heute eindeutiger Punktsieger: Jeffs Prototyp!

Samstag, 24. März 2007

Spielen bei Peer 23.03.2007

Heute war mal wieder Spielen bei Peer angesagt. Da weiß man vorher nie, wen und was einen erwartet (Prototypenrunde, "normale" Runde oder ein Mix aus beidem), nur dass es sehr schön werden musste!
Wir waren zu viert, was die perfekte Konstellation für die meisten Spiele ist. Wir begannen mit Die Säulen von Venedig, da Peer es noch nicht gespielt hatte und demnächst eine Rezension verfassen möchte. Im Gegensatz zu meiner letzten Dreierrunde zeigte sich, dass es erst wirklich ab Spielern gut funktionierte. Es lässt sich recht locker wegspielen und wenn es alle kennen bleibt man auch deutlich unter 60 Minuten. Ich denke 5 Spieler ist hier die beste Besetzung.
Danach machten wir uns an 24/7, das ich mir in Essen angesehen, aber noch nicht gespielt hatte. Gewisse Ähnlichkeiten mit Zatre sind vorhanden, allerdings ist 24/7 das weitaus bessere und schnellere Spiel. Die Zählerei ist auch hier recht anstrengend, aber da man nicht allzuviele Steine hat hält sich die Grübeldauer doch in Grenzen. Ich hätte gerne noch die Partnervariante gespielt, aber man wird doch nicht seiner Maxime "spiele nie das gleiche Spiel 2 x hintereinander" untreu werden :-)
Drittes Spiel des Abends waren Die Baumeister von Arkadia. Kurz nach Essen 2006 landete das Spiel recht häufig auf dem Tisch, jetzt aber leider schon Monate nicht mehr. Umso mehr konnte die Partie wieder fesseln.
Jetzt sollte es etwas "leichteres" sein, also fiel die Wahl auf Terra. Die Bildchen sind immer wieder aufs Neue Spaßig anzusehen und sorgen für einiges an Erheiterung. Zum ersten mal habe ich es jetzt erlebt, dass wir die Welt retten konnten - der Kartenstapel war dementsprechend günstig gemischt. Leider hätte bei dem Spielausgang die Welt besser hätte untergehen können *grins*
Den Abschluss bildete Himalaya. Wie ich das Spiel liebe! Das Belauern wer wohl wo welche Aktion durchführen wird - wer es noch schafft seinen religiösen Einfluss so zu erhöhen, dass er nicht gleich beim ersten KO-Kriterium die Segel streichen muss... Das ist schon allererste Sahne. Ob man das alles jetzt so wahnsinnig steuern kann ist eher zweitrangig - es macht einfach verdammt viel Spaß! Leider kann das Spiel zu dritt nicht so sehr überzeugen. Ich hoffe, ich komme mal in den Genuss Himalaya mit der 5/6 Spieler Erweiterung zu spielen, denn diese beinhaltet weitere Regelergänzungen.
Spät ist es geworden, aber da ich ausnahmsweise Samstag nicht arbeiten musste, war das ein perfekter Abend.

Dienstag, 20. März 2007

Testtreffen Spielwiese 19.03.2007

Wir haben uns heute früher als sonst getroffen, da Peer montags nicht so lange Zeit hat. Außer uns war noch mächtig was los in der Spielwiese (Familien mit Kindern und andere Spielrunden. Wir selbst waren zunächst zu viert (Peer, Jeff, Florian, dan ich noch nicht kannte und ich). Das tolle daran war, dass jeder einen seiner Prototypen präsentieren konnte!
Peer machte den Anfang mit seinem ganz neuen Orinoco. Eigentlich ein Lauf- (Fahr-) spiel bei dem es nicht alleine darauf ankommt zuerst anzukommen, sondern während der Flussfahrt möglichst viele Aktionen durchzuführen um dadurch Siegpunkte für die Endwertung zu ergattern. Das Spiel funktionierte schon recht gut, nur gab es im Detail ein paar Schwächen. Vom Grundgedanke her eher ein einfacheres "Familienspiel", dafür hat es allerdings etwas viele verschiedene Punkteoptionen.
Als nächstes packte Florian einen Prototypen aus, bei dem es einem durch die Grafik und Materialien fast die Sprache verschlug. Leider war das nur der allererste Eindruck, denn die Plättchenfarben waren sehr ungünstig und stimmten nicht mit den Klötzchen überein, sodass wir uns erst Hilfsmittel schaffen mussten um überhaupt die Übersicht behalten zu können. Im Ansatz bot das Spiel interessante Gedanken, allerdings waren die Möglichkeiten durch die Geldknappheit sehr eingeschränkt dass kein rechter Spielfluss aufkommen wollte. Mit ein paar kleinen Kniffen kann Florian aber der Situation Herr werden.
Danach konnte ich noch einmal Kronlanda testen - dieses mal ist aus dem hektischen Spiel ein eher konventionelles Spiel geworden. Leider fehlte etwas der Pepp und die Spannung, dass dieser Test zunächst etwas frustrierend verlief. Zum Glück bekam ich gleich darauf etliche Hinweise und Ideen, die sich zum Teil einfließen lassen. Ich arbeite weiter daran.
Leider musste Peer jetzt gehen, aber Reinhold nahm stattdessen Platz und Jeff stellte uns sein neues Kartenspiel Pisa vor. Ein eher einfaches Spiel bei dem es gilt mit Karten Türme zu bilden und gleichzeitig möglichst viele Karten von der Turmfarbe zu sammeln, der am Ende am niedrigsten ist. Es ist sehr schwer hier etwas zu beeinflussen und früh zu erkennen welcher Turm denn wohl niedrig und welcher hoch sein wird. Das Spielende ist ein wenig unausgereift, aber hier hat Jeff sicher noch eine Idee. Für einen "Absacker" sicher ganz nett, wenn auch sehr seicht.
Fazit: es war toll die unterschiedlichen Spieltypen direkt hintereinander zu testen und fast schon vergleichen zu können. Die Spiele waren allesamt ganz frisch und ungetestet und so war es nicht zu erwarten, dass aus dem Stand ein "Knaller" dabei war. Orinoco hat mir vom ersten Eindruck am besten gefallen.

Ich freue mich schon aufs nächste Mal.

Dienstag, 6. März 2007

Spielwiese 05.03.2007

Tja, da habe ich mich doch tatsächlich mal wieder in die Spielwiese verirrt an diesem Montag. Bis 19.20 war ich alleine, dann kam noch Reinhold und das wars auch schon - nicht mal mein spezieller "Freund" war da und auch nicht Dietmar, wegen dem ich eigentlich gekommen bin, aber es hat ihm wohl doch nicht so sehr gefallen am Samstag.
Wir versuchten das Beste daraus zu machen und spielten eben ein paar Runden nur zu zweit.
Den Anfang machte Taluva, welches ich noch nicht kannte. Es kommt mit sehr einfachen Regeln aus und gefällt mir ziemlich gut, allerdings braucht es zu einem Eindruck ganz sicher noch eine Mehrpersonenrunde.
Danach spielten wir eine Partie Yspahan mit der vorzüglichen 2 Personenregel. Hier hatten wir doch tatsächlich falsch gespielt gehabt, nämlich dass die Karawane gewertet und abgeräumt wird wenn sie vollbesetzt ist... man lernt immer was dazu.
Den Abschluss bildete Pylos von Gigamic. Ein sehr verzwicktes Denkspielchen, bei dem es mehr zu beachten gibt, als es zunächst den Anschein hat. Hier machten wir natürlich 2 Partien, da der Startspieler wohl einen kleinen Vorteil hat - so gewann dieser auch jedes mal.
Das wars dann wohl komplett mit der Montagsrunde.

Sonntag, 4. März 2007

Spielen bei Hartmut (03.03.2007)

Da Dietmar S. aus dem Süden der Republik übers Wochenende in Berlin weilen sollte, haben wir für den Abend einen Spieleabend einberaumt.
Dietmar hatte 2 Neuheiten im Gepäck: Alchemist und Portobello Market. Wir starteten sogleich mit Alchemist, der Neuheit von Amigo. Es eröffnet sich ein wunderschöner Spielplan, ein paar Plättchen und eine Fülle an Holzklötzchen. Es geht darum mit seinen Zutaten Tränke zu brauen. Dafür bekommt man Siegpunkte und zwar soviele man will (1-10), aber der Clou daran ist, dass nur die anderen Spieler diesen Trank kopieren dürfen und ihrerseits die gleiche Zahl an Siegpunkten einstreichen. Das kann schonmal ganz verzwackt sein, denn man darf in bestimmte Kessel nur bestimmte Zutaten reinpacken und auch keinen Trank zweimal brauen. Am Ende (ca. 45-60 Minuten - mit mehr Spielerfahrung sicher nicht über 30 Minuten) gibt es noch Sonderpunkte für die Zutat, die während dem Spiel am meisten verwendet wurde. Ein sehr kurzweiliges aber mitunter auch verkopftes Spiel mit einem eher abstrakten Hintergrund. Mir hats gefallen, trotz meines letzten Platzes, aber ich wollte natürlich gleich ein extrem ausprobieren, was wenig zündete :-)
Zweites Spiel des Abends war Frischfisch von 2F Spiele. Die Übersicht ist schon gewaltig schwer zu behalten - vor allem wo eine Straße zu platzieren ist und wo noch nicht. Dadurch ist es zunächst schwer den Wert eines bestimmten Bauplatzes einzuschätzen. Es macht schon Spaß zu sehen, wie sich der Spielplan nach und nach füllt. Wohl Friedemanns bestes Spiel (nach Funkenschlag natürlich!).
Nach einer kurzen Schlemmerpause gings ans nächste Spiel: Metromania vom Französischen Kleinverlag Spiel-ou-face. Das Cover ist schonmal sehr hässlich, aber der Inhalt entschädigt dann: ein Spielplanrand zum Zusammenstecken. Dazwischen werden Dreieckfelder eingesetzt, dass jedes mal eine neue Ausgangsposition entsteht. Jeder Spieler verfügt über 2 U-Bahnlinien, die er möglichst gewinnbringend über den Plan führen will. Dabei gilt es bestimmte Objekte miteinander zu verbinden, möglichst viele Knotenpunkte entstehen zu lassen (bringen einen Sonderpunkt) und zum Ende hin möglichst beide Linien abgeschlossen zu haben.
Ebenfalls ein sehr interessantes Spiel, allerdings ist die Übersicht sehr verwirrend und die Wertung erschließt sich auch nicht sofort, dass man zumindest sein erstes Spiel aus dem Bach heraus spielen muss um zu sehen wie es sich entwickelt und was geschehen wird.
Nachdem Diemar leider schon gehen musste ließen wir den Abend noch mit einer Runde Kardinal und König ausklingen... klasse!

Donnerstag, 22. Februar 2007

Spielen bei uns 21.02.2007


Alles war schon etwas hektisch.... mein Schatz kam recht spät von Arbeit und schon klingelte es an der Tür, aber Andreas ist ein angenehmer Zeitgenosse, man kann auch erstmal noch nen Moment ratschen bevor das erste Spiel auf den Tisch kommt.
Er hatte die neue Thurn und Taxis Erweiterung Glanz und Gloria mitgebracht und so kamen wir dann auch in den Genuss die erste Neuheit von Nürnberg zu spielen.
Leider hatte ich am selben Tag bereits einen Threat im Spielboxforum gelesen, der das Spielgefühl eines Spielers wiederspiegelte. So konnte ich mich leider weniger dem Spiel hingeben, als immer wieder in mich hineinzuhorchen, ob ich das Spiel genauso empfinde.
Die Karte ist schonmal sehr schön und vor allem für heimatverbundene Nordlichter sehr zu empfehlen. Die Regeländerungen sind wenig dramatisch... man könnte sagen es ist schon eine Regelvereinfachung, was für eine Erweiterung doch recht ungewöhnlich ist. Der Wagner fällt jetzt weg und somit auch das Spielende über die 7er Kutsche. Das Auslegen ist nun weniger risikoreich, da man aus Ermangelung passender Karten gerne mal einfach nur Hufeisenkarten dazu legen kann. Mehr zum Spielgefühl gibts auf meiner "Eindrücke-Seite" in wenigen Tagen.
Danach hatte ich eigentlich Goa vorgesehen, da Andreas bereits vor Wochen den Wunsch äußerte das Spiel noch einmal kredenzt zu bekommen. Da uns das im Anbetracht auf den Zustand dann doch etwas zu schwere Kost zu sein schien, fiel die Wahl auf Raja (ob das dann wesentlich leichtere Kost ist sei mal dahingestellt). Also ich liebe das Spiel ja sehr, aber bei den andern beiden war und bin ich mir da nicht so sicher. Zu dritt ist es dann wohl auch etwas unspektakulärer als zu viert oder fünft.
Den Abschluss bildete ein lockeres Tutanchamun, was ein dankbarer Absacker ist.
Morgen ist dann wieder Testspielabend - mal sehen, ob ich bis dahin noch etwas "Testwürdiges" auf die Beine stellen kann.

Samstag, 17. Februar 2007

Spielen bei Peer 16.02.2007

Nach längerer Zeit mal wieder ein Treffen bei Peer. Zunächst waren wir zu viert, was eine schöne Runde versprach.
Peer testete mit uns sein frisch überarbeitetes Serengeti aka Schatzwürfeln (einen finalen Titel gibt es noch nicht). Da das Spiel letztes mal darunter litt dass es einerseits zu lange dauerte und andererseits die Wertung zu schwer zu überblicken war, hatten wir es nun mit einem kleineren Spielplan, der von der Form her sechseckig ist zu tun.
Die Mechanismen sind gleich geblieben. Was letztes mal zu lange dauerte, war dieses mal wirklich etwas zu kurz. Eine Unachtsamkeit bescherte Peer einen nicht mehr aufzuholenden Sieg. Möglicherweise kann eine weitere Ebene oder ein kleiner Kniff dem Ganzen etwas mehr Pepp verleihen, denn ein sehr gutes Spiel ist es bereits jetzt.
Danach konnte ich mein Kronlanda "an den Mann bringen". Das Spiel wurde noch nie getestet und meine "Bauchschmerzen" vorher waren durchaus berechtigt. Besitzt es doch einen recht innovativen Mechanismus - so innovativ, dass er in der vorliegenden Form einfach nicht funktionieren kann und durchweg chaotisch anmutet. Trotzdem bekam ich wertvolle Tipps was Änderungen angeht, die das eigentlich Originelle trotzdem noch zu lässt. Aber es wartet dabei noch reichlich Arbeit auf mich. So ist das eben, wenn man mit einem Spiel den Anspruch hat einmal andere Wege zu beschreiten (bis zu einem gewissen Punkt natürlich).
Inzwischen stieß noch Dominic zu uns, sodass wir das oft gescholtene Beowulf auf den Tisch holen. Die Aufmachung ist schonmal sehr gelungen und mutet sehr thematisch an. Es gilt das Leben Beowulfs "nachzuspielen" wobei jeder Spieler für sich auf Ruhm aus ist. Auf den einzelnen Stationen sind dann gewisse Abenteuer zu bestehen für die es entweder Belohnungen oder Verletzungen abzuholen gibt.
Tja wo soll ich anfangen... So thematisch wie es zunächst schien war es dann doch in keinster Weise. Ich hatte nie das Gefühl in die Welt der Beowulf-Saga einzutauchen. Es ging einfach nur darum welche Belohnungen zu ergattern sind und wie groß die Gefahr ist Schaden davon zu tragen. Dementsprechend muss ich meinen Einsatz optimieren. Über den Glücksfaktor hat Peer (www.spielbar.com) bereits kleine Anekdoten verfasst. Ich empfand diesen bei Beowulf zu hoch, stellenweise sehr frustrierend und für die zu lange Spieldauer einfach zu präsent. Der vorgefertigte Weg tut sein übriges, dass das Spiel schnell seinen Reiz zu verlieren droht... und das schlimmste: es funktioniert nicht in jeder Besetzung wirklich gut, wobei wir zu fünft noch die interessanteste Besetzung zu bieten hatten. Mich persönlich hat das Spiel wenig angesprochen und würde es auch nicht noch einmal spielen wollen.

"Berlinalespielen"

Vom 8. - 13.2. hatten wir Besuch von einem befreundeten Pärchen, das wegen der Berlinale bei uns Station machte. Neben einigen Kinobesuchen wurde natürlich auch gespielt :-)
Zuerst das grandiose Goa, das man eigentlich gar nicht oft genug spielen kann. Sehr positiv fällt immer wieder auf, dass man bei Goa auch wenn man nicht gewinnt immer den eigenen Fortschritt des Aufbaus sieht. Das kommt selbst bei weniger intensiven und erprobten Brettspielern sehr gut an. Hat man allerdings den unbedingten Ehrgeiz zu gewinnen, muss man schon sehr gut aufpassen und seine Aufmerksamkeiten bündeln... etwas, das mir an dem Abend weniger gelang.
Die Säulen der Erde ist ein gerngesehener Gast auf unserem Spieltisch. Vor allem auch weil unser Besuch ebenfalls in der Brettspielwelt aktiv ist. Was passt da besser, als ein Spiel zuvor in real zu lernen? Noch dazu, dass die beiden den Sieg unter sich ausmachten.
Am Folgetag durfte die obligatorische Tichurunde nicht fehlen (Ok, es wurden dann letztendlich 2, wodurch wir fast die Abfahrt zum Kino verpasst hatten).
In einem weiteren Säulen der Erde konnte ich meine spielerische Unkonzentriertheit ablegen und das Blatt gegenüber dem Vorabend wenden.
Leider hatten wir recht wenig Zeit zusammen, aber die haben wir intensiv genutzt. Es hat riesig Spaß gemacht!

Freitag, 2. Februar 2007

Spielen bei Andreas


Leider musste ich diesen Abeind alleine zu Andreas, aber seine Liebste gesellte sich dazu - wollen wir doch endlich mal Robo Rally spielen.
Es was schon alles vorbereitet... die Pläne und die 6 Zielpunkte. Nach einer kurzen Regelauffrischung gings dann auch schon los.
Es könnte ja alles soooo einfach sein, wenn man nur nicht immer so seltsame Karten bekommen würde, so verliert man gerne mal eine Runde, weil man außer Drehen nicht wirklich vorwärts kommt. Zum Glück ist das nicht nur mir so ergangen.
Das große Negativelement ist die Tatsache, dass man nur 3 Leben hat. Sind die verwirkt, muss man zuschauen. Das wollten wir aber nicht wirklich, also gaben wir den betreffenden (zuerst Valentina und dann traf es mich) noch eine Chance - wir durften nochmal vom letzten Checkpoint starten. Das absolut Positive an dem Spiel ist der ungeheure Variantenreichtum - durch die viele Pläne und wo man die Zielpunkte platziert.
Andreas hat es dabei wohl etwas zu böse gemeint und so dauerte das Spiel, auch wenn es viel Spaß macht etwas zu lange.
Auch ein vermeintlicher Rückstand lässt sich immer mal wieder aufholen, denn irgendwie verzettelt sich jeder einmal. Zu viert wäre wohl noch mehr Pfeffer im Spiel sprich es käme öfter zu Konflikten und Kollisionen.
So kam es, dass ich Andreas ganz kurz vor dem Ziel in einen Abgrund schieben, und das Spiel für mich entscheiden konnte. Allerdings ist er der "moralische Sieger", da er als einziger mit seinen regulären 3 Leben ausgekommen ist.

Freitag, 26. Januar 2007

Testspielabend bei Peer

Leider waren wir nur zu dritt, aber das Gute daran war, dass Jeff die dritte Person war (zu lange hatten wir uns nicht mehr gbesehen!). Wir starteten mit dem komplett überarbeiteten Rungholt. Auf diese Runde war ich sehr gespannt, denn es ist ausschließlich aus dem Bauch heraus "austariert" worden. Leider offenbarten sich schon bald Mängel und Konstellationen, die wir außer Acht gelassen hatten und so änderten wir 2 mal einvernehmlich die Regeln während der Partie. Dadurch zog sich die Partie auch über 2 Stunden dahin, wäre aber bei konzentriertem Spiel sicher in 90 Minuten zu absolvieren. Ich glaube, wir sollten das Spiel mal eine Weile ruhen und reifen lassen - es läuft ja nicht weg.
Danach stellte uns Jeff eine neue Idee vor: Wampum! Das Material war wieder in gewohnt professioneller Art und das Design der Karten in Jeffs typischem liebevollen Stil. Thematisch spielt es im Wilden Westen. Ziel ist es möglichst viele Wampums (verzierte indianische Gürtel) zu erwerben. Das Ganze ist eigentlich ein recht einfaches Kartensammelspiel bei dem es darauf ankommt im richtigen Moment seine Karten in Wampums umzuwandeln. Das Spiel kränkelte noch ein wenig an Spannungsarmut, aber Peer hatte eine erfrischende Idee und so sollte daraus ein sehr gutes Spiel werden.
Den Abschluss bildete Galerie National - die neue Version von meinem alten Metropol. Wir hatten das Spiel ja schon mehrfach mit recht großem Erfolg getestet. Nun wollten wir eine kleine Regelvereinfachung ausprobieren und ich muss sagen, dass es sehr gut geklappt hat (obwohl ich zunächst Zweifel hegte). Es ist schön zu sehen, dass das Spiel nun wohl endlich "fertig" ist :-)

Donnerstag, 18. Januar 2007

Spieleabend bei uns 17.01.2007


Endlich war es soweit... Hermagor konnte komplett durchgespielt werden, nachdem es in Essen nur ein 2 Spielrundenanspiel gab. Die Mechanismen sind allesamt zwar sehr abstrakt, aber es gilt stets abzuwägen wofür man sein Geld ausgibt und was sich eher nicht lohnt. Nach guten 90 Minuten war die Spannung groß, denn es war schwer abzuschätzen wer denn nun gewonnen hatte. So behielt mein Schatz die Oberhand, denn sie hatte schon früh viel Geld kassiert, als wir anderen viel durch unkoordiniertes Reisen verprasst haben. Das Spiel hat mir super gefallen... vielleicht DIE beste Essen-Neuheit. Ich freue mich schon auf die nächste Runde, denn es gibt noch so viel auszuprobieren.
Eigentlich wollte Andreas ja unbedingt noch einmal Goa spielen, aber wir entschieden uns dann dokch für Tikal entschieden. Mann waren das Zeiten, als Tikal den Preis Spiel des Jahres erhielt. So eine Zeit kommt wohl nie mehr zurück.
Ähnlich wie bei Maestro Leonardo vor kurzem habe ich mich hier zeimlich verzettelt und konnte Punktemäßig nur hinterherlaufen. Hier ist der Spieler bevorteilt, der den Vulkan aufdeckt und seine Wertung zuerst durchführt. Als letzter bekommt man hier nur noch die Reste ab, da die wirklich lukrativen Tempel schon alle zugerüstet sind. Und so blieb mir nur der letzte Platz übrig. Was solls, ich greife dafür nächstes mal wieder voll an!

Samstag, 6. Januar 2007

Spieleabend bei Peer 04.01.2007


Peer hat zum ersten Spieleabend im neuen Jahr gerufen und 3 Leute folgten dem Ruf (Richard, Christian und ich).
Wir starteten mit Peers Spiel Die Juwelen von Afrika. Das Spiel hatte letztes mal noch einen ausbaufähigeren Titel. Ein paar Kleinigkeiten waren schon geändert, aber so wie es uns vorlag funktionierte es nicht richtig in unserer Runde. Wir waren zu sehr auf den persönlichen Sieg fixiert und ließen lieber die ganze Expedition scheitern, als selbst nicht zu gewinnen. Hinterher sind mir ein paar Ideen gekommen das zu ändern (Peer - du hast Post :-))
Danach konnte ich nach langer Zeit mal wieder Porto Carthago testen, nachdem ich doch einiges geändert hatte. Es funktionierte wirklich prächtig - nicht nur weil mir der Sieg förmlich in den Schoß fiel. Die Entschädigung für eine misslungene Verschiffung werde ich noch etwas erhöhen, dann passt das ganze genau so wie ich es mir vorstelle, bevor ich wieder bei einem Verlag vorstellig werde.
Drittes Spiel des Abends war Schatzwürfeln. Ein ganz neues Spiel von Peer (wenn nur deine Materialien nur halb so gut wären wie deine Ideen!). Das Spielfeld war noch etwas zu groß und dadurch auch die Spieldauer und den Abrechnungsmechanismus solltest du dir noch einmal anschauen. Ansonsten ein sehr gutes Spiel so richtig nach meinem Geschmack! Danach war nur noch wenig Zeit, also taten wir etwas sehr untypisches für einen Donnerstag: wir spielten tatsächlich ein "richtiges" Spiel. Die Wahl fiel auf R-Eco von Japon Brand.
Nach Traders of Cartharge vom selben Autor das zweite Spiel, das ich innerhalb kurzer Zeit von diesem Kleinverlag in die Hände bekam. Ein wirklich tolles "Zwischendurchspiel" um das Recyceln von Müll, Handkartenmanagement und Ergattern der Punkteträchtigsten ausliegenden Ertragskarten. Leider wachsen die Müllberge immer schneller und überzählige Handkarten bilden den illegal entsorgten Müll (vergleichbar mit dem Piratenstapel bei Oltre Mare - nur dass man diesen Müll nicht mehr los wird!). Hat sehr viel Spaß gemacht und war vor allem spannend als die Minusertragskarten auslagen.

Donnerstag, 28. Dezember 2006

Spielen bei uns 26.+27.12.2006

Da wir am zweiten Weihnachtsfeiertag unseren Gast begrüßen konnten begannen wir bereits kurz danach mit den ersten Spielrunden.
Erstes Spiel waren die Säulen der Erde, welches er uns als Präsent mitgebracht hatte (Danke an dieser Stelle nochmal!). Da wir alle das Spiel recht gut kannten entwickelte sich eine sehr spannende Geschichte bei der unser Gast (Schnurzel) überraschenderweise mit dem letzten Rang vorlieb nehmen musste.
Danach brachte ich Havoc - The hundred years war auf den Tisch. Die beiden kannten das Spiel noch nicht, es hatte sich aber in meinen anderen Spielrunden bereits auf den Spieltischen eingebrannt. Nach der ersten etwas schleppenden Runde vernahm ich ein einhelliges: "noch mal bitte!" und so legten wir gleich eine flotte Runde nach. Hier bewies Schnurzel dann seine außergewöhnlich guten Spielfähigkeiten und gewann beide Partien.
Den Abschluss bildeten die Säulen von Venedig, welches noch ungespielt auf dem Gabentisch lag. Wir kannten das Spiel ja alle noch von der Messe, allerdings ist es zu dritt nicht gerade der Hit. Keiner wollte dem anderen Punkte schenken und so entwickelte sich ein sehr zähes Ringen um jeden Siegpunkt. Hier ist die größere Runde wesentlich besser geeignet. Da hier mein Schatz die Nase, wie auch schon beim ersten Spiel vorne hatte kann man sie getrost als "Säulenqueen" bezeichnen!
Am nächsten Tag spielte ich mit Schnurzel eine 2er Partie Traders of Cartharge vom Japanischen Kleinverlag "Japon Brand", was ein sehr schönes und kniffliges Kartenspiel ist. Allerdings fand ich es in der 3er Besetzung spannender und interessanter. Zu viert dürfte der Einfluss zu gering sein, so spreche ich die deutliche Empfehlung hier nur für exakt 3 Spieler aus.
Zum Abend hin sollte noch Andreas aufkreuzen, sodass der nächsten Partie Maestro Leonardo nichts im Wege stand... obwohl - ich stand mir selbst im Wege. Nie zuvor hatte ich so viele flüchtige Spielfehler, dass ich die Partie mit jämmerlichen 8 Siegpunkten abschloss. Die Kartengrafik ist der Übersicht nicht sonderlich dienlich sodass es recht anstrengend ist fehlerlos zu spielen.
Hier machte mein Schatz da weiter wo sie Tags zuvor aufgehört hatte: mit einem deutlichen Sieg!
Den Abschluss bildete mein vom Weihnachtsengel gebrachtes Zepter von Zavandor. Andreas kannte das Spiel noch nicht, hatte aber schon viel davon gehört. Es wurde bis zuletzt eine wirklich spannende Partie, nicht zuletzt durch unser ausgeglichenes Setting (nur mit den Nummernkarten 1,2,5 und 6 zu spielen). Am Ende waren drei von uns nur einen Punkt auseinander - Wow!
Das waren auch leider schon wieder zwei wunderbar verspielte Tage.
Ich melde mich dann mal ab und wünsche einen guten Rutsch ins neue Jahr 2007. Wir sehen uns in alter Frische ganz bald wieder auf diesem Kanal!

Samstag, 23. Dezember 2006

Spieleabend bei uns 20.12.2006

Nachdem Andreas letzte Woche angeschlagen war, gab es diese Woche den Ersatzspieleabend für ihn. Zuerst kam zum wiederholten Male Yspahan auf den Tisch. Das Spiel entpuppt sich mehr und mehr zu DEM Renner aller neuen Spiele aus Essen. Andreas kannte das Spiel bisher noch nicht, hatte aber auch sichtlich Freude daran, sodass wir anschließend gleich einen Abnehmner unseres zweiten eingeschweißten Exemplars hatten.
Noch geistig frisch wollten wir uns an Maestro Leonardo heranwagen. Es bewahrheitete sich wieder die These: Erkläre nie ein Spiel nachdem du es nur einmal gespielt und erklärt bekommen hast. So sollten wir einige kleine aber nicht unwesentliche Dinge falsch spielen. Der Spielspaß blieb dadurch ein wenig auf der Strecke. Zum Glück lag es wenigstens an unserer falschen Spielweise, sonst hätte ich an der Güte des Spiels noch gezweifelt.
Nach nunmehr einer 4er, einer 3er und einer 2er Partie würde ich die 4er Runde favorisieren. Vor allem das 2er ist mehr ein Notnagel und nicht sonderlich empfehlenswert.
Ich freue mich schon auf unseren Besuch nächsten Dienstag und den nächsten Spieleabend.
Aber nun erstmal dem Weihnachtsmann die Geschenke entreißen :-)

Mittwoch, 20. Dezember 2006

Spieletreff Ludothek 18.12.2006

Nach Abstinenz von einer Woche war ich nun wieder hier - eigentlich vor allem nur um Jeff zu treffen, der aus meinem Spiel Metropol ein neues Spiel entwickeln wollte, das eine einfachere Abrechnung und ein neues besser zum Mechanismus passendes Thema zu wählen. Was soll ich sagen? Es ist ihm gelungen. Wir spielten gleich 2 Runden in der vollen 5er Besetzung und änderten eine Kleinigkeit nach der ersten Runde, die das Ganze noch etwas spannender und Interessanter machte. Natürlich dreht es sich jetzt um Ausgrabungsstücke und Ausstellungen (da war doch was...?). Neuer Arbeitstitel ist Galerie National. Thumbs up!

Danach musste Jeff auch schon wieder los, dafür war Reinhold gekommen den angewärmten Stuhl zu besetzen. Nun - wir wollten ein Spiel spielen, das wenigstens schon einer kennt, damit der Einstieg beschleunigt wird und so fiel unsere Wahl auf Die Säulen von Venedig. Das Spiel hatte ich bereits 2 x in Essen gespielt und für recht gut befunden.
Zum Spiel an anderer Stelle mehr, nur geschah was jeden Montag in der Ludothek früher oder später geschieht: unser Spezialist Erbsenzähler und bis ins Tausendstel Optimierer (nennen wir ihn mal Joe) raubt mir und auch einigen anderen aus der Runde den letzten Nerv. Da wird einmal ein Zug zurückgenommen, ständig alle Eventualitäten abgewägt bevor eine Entscheidung getroffen wird und aus jedem Spiel ein Wettbewerb bis aufs Messer geliefert. Natürlich ist dieser Joe meist unter den Gewinnern, allerdings oft auch nur weil einige Mitspieler einfach nicht mehr wollen und irgendwelche Züge machen damit das Spiel endlich zu Ende ist. Wenn die Schachtel 90 Minuten Spielzeit angibt bedeutet das stets: 90 Minuten für Joe und weitere 90 Minuten für die restlichen Spieler.
Vielleicht bin ja nur ich so empfindlich, aber für meinen Teil war das der letzte Spieleabend in der Ludothek... Arrevederci

Samstag, 16. Dezember 2006

Spielen bei Peer 15.12.2006


Überraschenderweise war ich um 18.40 nicht der erste, der bei Peer aufkreuzte. Wir wollten schnell loslegen und entschieden uns für Canal Mania vond en Ragnar Brothers. Kaum hatten wir die Erklärung bzw. das Regelstudium abgeschlossen klingelte es nochmal und es kamen noch 2 Leute. Also stellte sich die Frage was man mit 6 Leuten macht (da Canal Mania nur 5 Spieler zulässt), aber in Spielerkreisen stellt sich diese Frage meist nicht, denn es werden zwei 3er Runden bevorzugt. Anfangs hatte ich den Eindruck es würde ein sehr langes Canal Mania, aber erstens spielten wir recht flott (wenn auch manchmal mit recht albernen Zügen) um das Spiel zu ergründen und zweitens kommt man doch Punktemäßig recht flott voran. Eigentlich ist das Thema mit den Wasserkanälen schwach umgesetzt - es vermittelt stets den Eindruck eines Eisenbahnspiels. Ich fand mich sehr stark an Railroad Tycoon erinnert. Am Ende konnte ich kaum fassen, dass mich Peer noch um einen Punkt schlagen konnte, da ich in der Endabrechnung nichts mehr zu bieten hatte.
Danach stellte uns Peer eine seiner reichhaltigen Ideen vor: Die Reise durch Afrika (oder so ähnlich). ein sehr schnelles Spiel bei dem die Spieler gemeinsam gegen das Spiel spielen und doch jeder für sich den Sieg davontragen möchte. Es nahm aber recht schnell ein jähes Ende mit uns, weil wir einfach zu gierig waren und die Karten ungünstig auftauchten. Das Spiel hat mir schon jetzt sehr gut gefallen (im Gegensatz zum bescheidenen Titel).
Als letztes konnte ich nochmal Legato Andalusi mit den letzten Änderungen versuchen. Die Versteigerung und ein Großteil des Spieles läuft schon sehr rund. Einzig die Bonuspunkte durch die Plättchen fand ich nicht sonderlich gelungen. Hier setze ich nochmal die Schraube an... natürlich war es wieder recht voreilig die Regeln in voller Farbe auszudrucken, aber so bin ich eben.

Spieleabend bei uns 13.12.2006

Leider musste Andreas krankheitsbedingt absagen, sodass wir mit Olaf nur zu dritt waren. Begonnen haben wir mit einer Runde Yspahan, der wir sofort eine zweite Runde folgen ließen. Unglaublich, wie flott es sich spielen lässt, wenn man die Regeln verinnerlicht hat - war es länger als eine halbe Stunde?
Nach einem kleinen Plausch packten wir endlich mal wieder Ubongo auf den Tisch, das wir seinerzeit in Oberhof 2005 das letzte mal gespielt hatten. Es stellte sich die Frage ob wir dem Spiel angesichts der fortgeschrittenen Tageszeit gewachsen sind. Nun, es war vom ersten Moment gleich wieder herrlich wie das "Kind im Manne" (und auch in der Frau) erwacht, wenn es gilt die Hektik in koordiniertes Puzzeln umzumünzen. Dass man nicht imemr der schnellste sein muss um erfolgreich abzuschneiden zeigten beide Partien ;-) Super!

Mittwoch, 6. Dezember 2006

Spieletreff Ludothek 04.12.2006

Nachdem beim letzten Test ein paar Dinge nicht so gepasst haben versuchten wir mein Legato Andalusi noch einmal mit einigen Änderungen. Dieses mal funktionierte es wesentlich besser, dafür klappte der Versteigerungsmechanismus absolut gar nicht mehr. Na ja - daran werde ich noch arbeiten, aber insgesamt bin ich ziemlich zufrieden.
Danach spielten wir endlich mal wieder Schatten über Camelot. Dieses mal in der 5er Besetzung und natürlich MIT Verräter. Es zeigte sich recht schnell, dass wir nicht den Hauch einer Chance hatten das Spiel zu gewinnen. Zu unkoordiniert waren die Aktionen und zu kommunikationsarm die Spielrunde. Dazu kam dass der Verräter (es war schon ziemlich offensichtlich) nichts für die Gemeinschaft getan hat und einfach nur Karten gehortet hat. Na ja - leider ließ ein Spieler ständig verlauten dass es nicht seine Art Spiel ist - kann man das dann nicht einmal auf sich beruhen lassen anstatt den anderen Leuten so den Spaß zu nehmen?
Na ja wat solls...

Montag, 4. Dezember 2006

Spieleabend bei Peer 01.12.2006

Nach langer Abstinenz sollten wir uns wieder mal bei Peer treffen. Leider waren wir nur zu dritt, aber für einen Spieler ist das nicht weiter tragisch.
Endlich hatte ich die Chance Terra Nova zu spielen. Das Spiel ist ja wirklich so abstrakt, dass es weh tut. Mit dem Aufdrücken eines Themas hat man sich hier keinen großen Gefallen getan. Das Spiel selbst weiß aber trotzdem zu gefallen. Die 2er Partie ist ein richtig hartes Taktikduell. Bei mehr Spielern sinkt der Einfluss dann merklich. Warum man aber bei der Siegpunktleiste nur die geraden Ziffern aufgedruckt und mit einem Punkt markiert hat wissen nur die Götter.
Danach spielten wir eine Essen-Neuheit von einem Japanischen Kleinverlag: Traders of Cartharge. Die Aufmachung und Qualität des Materials ist leider recht schwach. Einige Prototypen haben da weitaus mehr zu bieten. Das Spiel selbst ist ein "Günstigkartenkaufundausleg-Spiel" mit kleinen spannenden Zusatzelementen. Ein wirklich sehr gutes Spiel - leider wohl superschwer zu bekommen.
Drittes Spiel war mein neuer Prototyp Legato Andalusi.Ich hatte große Bedenken, ob das Spiel überhaupt funktionierte mit diesem ungewöhnlichen Versteigerungsmechanismus, aber zumindest zu dritt gab es keine Probleme. Die Anregung der beiden waren ebenfalls sehr nützlich sodass ich sofort ein paar Änderungen einflechten kann.