Samstag, 9. Juni 2018

Wahnsinn auf dem Spielewahnsinn

In den Spielewahnsinn in Herne hatte ich mich schon bei meinem ersten Besuch als Aussteller verliebt. Auch wenn die Veranstaltung nicht in erster Linie dazu da ist, viele Spiele zu verkaufen, dient sie doch dazu herauszufinden, wie gut das neue Spiel, das in Herbst erscheinen soll bei den Leuten ankommt und ob es noch Stellschrauben gibt, an denen noch Dinge zu verändern sind. Oft tauchen sogar grafische Details auf, die nicht verstanden werden, oder die einfach falsch sind (so 2016 mit Phalanxx). Das alles ist noch vor der Produktion zu korrigieren.
2017 konnte ich aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen, aber 2018 sollte es wieder soweit sein. Dieses Mal hatte ich das neue Spiel von Jeff und mir, Pandoria im Gepäck.

Schon bald war der Testtisch fast ständig in Beschlag und ich fragte die Spieler danach immer, was sie gestört hat oder was sie sich an Änderungen wünschen würden. Schon am ersten Tag hatte ich eine halbe Seite an Notizen gesammelt.

Das fantastische Ausstellerbuffet rundete den anstrengenden, aber sehr gelungenen Tag ab.

Der Samstag sollte aber nicht minder anstrengend werden, gerade weil es bereits um 10 Uhr losging. Die erste Stunde war noch nicht so viel los, aber dann sollte wieder der Tisch pausenlos besetzt sein.

Insgesamt war wohl das sehr warme Wetter schuld, dass nicht ganz so viele Besucher ins Kulturzentrum Herne kommen sollten, wie gedacht.

Sonntag sollte es nach Messeschluss 18 Uhr direkt 5 Stunden auf die Autobahn zurück nach Berlin gehen. Und das an meinem Geburtstag! Die Veranstaltungscrew brachte mir morgens ein Ständchen und leckere Muffins an den Stand - Supersüß!

Vielen Dank an alle, die Pandoria getestet haben, an die herausragenden Veranstalter und Gastgeber, die das Event schon so lange zu etwas Besonderem machen.



Dienstag, 13. Februar 2018

Nix los mit Spielen an Fasching

Nachdem ich mein Spiel „Palladium“ ausgegraben und völlig überarbeitet hatte, war ich gespannt, wie der erste richtige Test verlaufen würde. Voller Euphorie erklärte ich Georg die Spielregeln, um schnell zu zweit loslegen zu können. Schon nach wenigen Runden offenbarten sich aber schon große Schwächen, dass ich meine vollmundige Ankündigung (mäglicherweise das nächste Irongame für 2019) wohl revidieren, oder das Spiel noch einmal massiv umkrempeln muss.

Da sich unsere Montagsrunde immer noch nicht erweitert hatte, sollten wir noch zu zweit bleiben. Auf den Prüfstand kam „Pannonia“, das eigentlich erst ab 3 Spielern Sinn macht, zu dem ich mir aber vor kurzem eine Variante für 2 Spielern angedacht hatte und diese nun endlich auch am „Menschen“ testen konnte.
Auch, wenn ich den beiden Spielen gewisse Ähnlichkeiten nicht absprechen will, entwickelte sich das Duell hier zu einem wirklichen Bringer. Das hatte ich so gut nicht erwartet.

Danach tauchte noch Julian auf und wir testeten noch 2 potentielle „Edition Spielwiese“ Neuheiten, zu denen ich noch nichts Näheres sagen will.

Dienstag, 14. November 2017

11 Jahre Spielwiese Berlin

Die Spielwiese Berlin, Traffpunkt für Spieler und Autoren, besteht nun schon seit 11 Jahren.

Michael, der Macher dahinter ist schon lange ein guter Freund geworden. Er bot uns Autoren eine Anlaufstelle, um Prototypen in der Montagsrunde zu testen.

Mittlerweile ist die Montagsrunde auch überregional bekannt, sodass sich ständig auch neue, ausländische Autoren einfinden, auch wenn sie nur kurz in der Stadt sind.
Das belebt und sorgt für viele frische Ideen.



Am 13.11.2017 lud Michael zur "after Essen Party" und einige sind gekommen.


Jeff hielt eine tolle Rede und bereitete eine Übersicht vor, auf der die meisten Spiele zu sehen waren, die es nach dem Test in der Spielwiese tatsächlich in die Schachtel geschafft hatten.

Montag, 6. November 2017

Phalanxx gewinnt den Bronzenen Strephan 2017

Den was? Fragen sich vielleicht einige, aber lest selbst:

"Nov 4: GOLDENER STEPHAN 2017: Publikumspreis für Eskapismus, Nerdkultur & Phantastik (PEN&P) – Die Gewinner!
Genau jetzt in diesem Moment hat die Bekanntgabe der PEN&P-Ergebnisse auf der allerletzten "DIES LUDI" (Link) geendet. Der passende Moment, um mit der Auswertung der Abstimmung zu beginnen :-D Diesmal wird es multimedial, denn nicht nur dass ich im Verlauf der Woche die einzelnen Abstimmungsergebnisse hier im Blog prozentgenau bekanntgebe, ihr bekommt auch was auf die Ohren ;-) Denn eine Übersicht der Preisträger inklusive einer fachkundigen Einschätzung erfolgt diesmal auch im Podcast meines geschätzten Blogger-Kollegen Greifenklaue (Link). Außerdem plant auch eine Szene-Youtuberin ein Video über die Ergebnisse, da weiß ich aber noch nicht ob/wann das kommt. Nun aber genug drumherum gelabert, jetzt geht es los..."

Heißt es auf der Webseite "Nerds gegen Stephan"

Mittwoch, 8. März 2017

Porto Card thago

Ich freue mich euch mitteilen zu können, dass Porto Carthago als Kartenspiel (Arbeitstitel: Porto Card thago) in Zusammenarbeit mit Game's up vermutlich im Herbst 2017 erscheinen wird.

Dieser Test machte Lust auf mehr - ihr könnt gespannt sein!

Sehr schönes Dienstagmorgentreffen und Testen mit Jeff Allers und Ralph Bienert. Sicher, das Spiel benötigt noch Feinschliff und viel Arbeit, aber das Potential ist deutlich ersichtlich.

Dienstag, 24. Januar 2017

Die Steinzeit in Japan

Nachdem meine Frau letzten Freitag einige Arbeitskolleginnen zu uns nach Hause zum Spieleabend eingeladen hat, bin ich ins NHU zum Spieletreff "geflohen". Wir haben auch nur 6 Stühle bei uns :-)

Nach einer Aufwärmrunde Stone Age, das immer noch gerne gespielt wird, konnte ich das hoch gehandelte und für mich neue Spiel Nippon, aus der What's Your Game Schmiede Kennenlernen.

Leider waren wir nur zu zweit am Tisch, denn das Spiel soll wohl mit mehr Spielern (noch) besser sein, aber was solls.
Gegenüber Madeira vom gleichen Verlag - zu dem ich nie den rechten Zugang bekam, finde ich mich in Nippon deutlich besser zurecht.

Vor allem das Nehmen von Figuren und damit verbundene Taktieren macht sehr viel Spaß. Dieses Element hätte noch stärker herausgestellt werden müssen, denn letztendlich bestimmt die Figurenfarbe nur, wieviel Strafgeld ich zahlen muss.

Ebenfalls hat mir der Spielrhythmus sehr gut gefallen - dss es keine starren Runden gibt und man nicht gleichzeitig "Konsolidieren" muss. Die Entwicklungen und Verzahnungen auf dem eigenen Tableau und auf den Fabriken machen ebenfalls Spaß.

Auf der Negativseite landet die topographische Komponente mit den Mehrheitsverhältnissen in den Regionen, die starren Boni und der zweifelhafte Nutzen von Eisenbahn und Schiffen. Möglicherweise kommt das Element mit 3 oder 4 Personen mehr zu Tragen.

Die 4 Stunden, mit "Gastgeberablenkungen", Erklärung, Auf-, Abbau und Regelnachschlagen haben sich gut angefühlt!

Dienstag, 10. Januar 2017

Schulung in Gamedesign

Am Montag (2.1.2017) lud uns (Jeff und mich) ein Professor der Miami University ein, um ein Referat über Spieleentwicklung und Spieleproduktion zu halten. Nachdem Jeff über Spielentwicklung und ich über die Produktion geredet hatte, spielten wir mit den 8 Teams zu je 3-4 Leuten verschiedene einfache Spiele, um dann ein Feedback zu bekommen, was an dem Spiel Spaß macht und was eventuell nicht.
Bis Freitag hatten die Studenten dann Zeit, ein eigenes Spiel zu entwerfen und wir waren sehr gespannt, wie die Ergebnisse ausfallen würden.


Am Freitag (6.1.2017)  wurden Jeff und ich dann eingeladen, die Spielideen der Miami University Studenten zu begutachten und Feedback zu geben.
Es war klar, dass es sich nur um einfachste Ideen handeln könnte, denn es waren nur 4 Tage Zeit. Alle hatten ein Set an Materialien bekommen, dass sie benutzen könnten, oder das ihnen Inspiration liefern könnte, aber es dürfte auch jedes andere Material genutzt werden. Die meisten der 8 Ideen (8 Arbeitsgruppen) waren Laufspiele mithilfe von Würfeln und Ereigniskarten.
Eine Idee war aber herauszuheben: Es galt einen bestimmten Baustein zu greifen, nachdem man ein Kartenset gebildet hatte. Aus 2 gleichfarbigen Teilen setzt man ein Möbelstück zusammen. Dazu ein einfaches Kartendrafting. Das funktionierte zwar nicht 100%ig, aber mit kleinen Regeländerungen könnte man sich schon ein ganz gutes Spiel vorstellen.

Es hat uns und den Studenten wohl sehr viel Spaß gemacht.
Vor allem sollte das auch deren Begeisterung für Brettspiele entfachen. Vielleicht erfahren wir, ob das gelungen ist.