Freitag, 17. Februar 2012

Der Frost geht, der Spielspaß kommt

Nach einer Woche zwangsweiser Spieleabstinenz (die Kälte hatte meinen Diesel erwischt und alle Leitungen eingefroren) ging es wieder in die Spielwiese.
Für heute hatte sich eine Interviewerin von Radio Fritz angekündigt, die auch schon da war, als ich dort ankam.
Es ging ihr vor allem um die Atmosphäre in der Spielewiese und dazu hielt sie einigen Leuten das Mikrofon unter die Nase (auch mir). Mal sehen, was sie aus dem Beitrag machen – ich hoffe mehr, als kürzlich den unsäglichen WDR-Beitrag Brett- versus Computerspiele.

Gespielt wurde natürlich auch: Wie letztes Mal versprochen kam Julias Spiel auf den Tisch, wenn auch Julia selbst nicht anwesend sein konnte. Rolf betreut das ganze Projekt ein wenig.
Man lässt seine Familienmitglieder Berufe erlernen und mithilfe dieser bestimmte Rohstoffe ranschaffen, oder Vorteile für das weitere Spiel kreieren. Nicht unwichtig ist der Nachwuchs, denn jede Runde altern sämtliche Personen.
Viele Personen zu haben erlaubt zwar viele Aktionen, braucht aber auch viel Nahrungsnachschub.
Daneben kann man sich in seinem Beruf verbessern und disziplinieren.
Durch das Verheiraten ist ein interaktives Element vorhanden, das für meinen Geschmack aber das Spiel ziemlich bremst.
Die Spielzeit ist OK, allerdings mir persönlich doch einen Tick zu lange. Vielleicht haben die Personen einfach zu viele Möglichkeiten – klar, viele Entscheidungsmöglichkeiten sind wichtig, allerdings auf der anderen Seite grübellastig.
Trotz der Kritik, die auch meine persönliche Vorlieben ausdrückt merkt man, dass das Spiel bereits viele Testphasen durchlaufen hat und viel Feinschliff bekommen hat.

Zweites Spiel des Abends war ein Rennen zum Nordpol von Jacek, einem Autoren, der uns seinerzeit einmal einen optisch perfekt designten Prototyp vorgesetzt hat, bei dem man Verletzte bergen musste und dafür Punkte erhielt.
Leider hatte er das Spiel noch nie zuvor getestet... auch nicht mit sich selbst. So stellten sich ständig Fragen, wie denn diese und jene Situation zu lösen sei. Thematisch klang das Spiel sehr gut und auch optisch machte es bereits einiges her. Aber ein Bisschen mehr Vorbereitung und Klarheit seinerseits hätte es schon bedurft, um das Spiel vernünftig testen zu können und ein entsprechendes Feedback abzugeben. In der vorliegenden Form war mir das dann doch etwas zu wenig.

Dienstag, 7. Februar 2012

Eisenstein würfelt nicht

Heute waren bereits recht pünktlich 5 Leute anwesend, sodass wir gleich starten konnten.

Mein Pontos Egeo wartete nach der jüngsten Überarbeitung auf einen weiteren Test.
Der Partie wohnten auch 2 Leute bei, die es eher mit einfacheren Spielen halten. Dementsprechend zäh gestaltete sich der Einstieg und auch der Spielverlauf zog sich länger hin, als erwartet.
Trotz diesem Manko gab es noch genügend Angriffspunkte für weitere Veränderungen. Irgendwie macht es immer noch nicht „klick“.

Danach ging es darum, welches Spiel als nächstes auf den Tisch durfte. Julia hatte ein Spiel entwickelt, das wohl auf Lookout erscheint und wollte es auch in der Spielwiese testen. Rolf hatte bereits viel Lob darüber ausgeschüttet und so war ich auch gespannt.

Auch Peer wollte sein Atlantisspiel nach kleinen Änderungen noch einmal testen. So entschlossen sich die beiden das auszuwürfeln. Peers „2“ stand ebenfalls eine „2“ von Julia gegenüber. Das Stechen gewann dann Peer mit einem 5:1. Julia war sichtlich enttäuscht, wird aber nächsten Montag auf jeden Fall den Vorzug erhalten.

Peers Atlantisspiel benutzte jetzt einen schöneren Mechanismus für die Spielreihenfolge und auch einige Wertigkeiten der Gebäude wurde verbessert. Viel scheint nun nicht mehr zu fehlen – das Spiel macht aber nach wie – und immer noch vor viel Spaß.

Mittwoch, 1. Februar 2012

Chaos in Prenzelberg

Weil Jeffs Frau unterwegs war, trafen wir uns heute bei Jeff zu Hause, damit er ein Auge auf die Kinder werfen konnte.
Da ich der erste war, nahmen mich Jeffs Rabauken voll in Beschlag... zeigten mir ihr Zimmer und ihre Spielsachen :-) Hätte ich als Kind auch so gemacht.

Bis Jeff die beiden in den Schlaf gewiegt hatte, spielten wir schnell eine Partie Sutakku:
Man würfelt mit 3 Würfeln und muss dann mindestens 2 davon auftürmen. Dabei müssen die Zahlen (in dem Fall hier Chinesische Schriftzeichen) aufsteigend gestapelt werden. Man darf so oft 3 Würfel werfen, wie man riskieren will, denn sobald nicht mindestens 2 Würfel aufsteigend getürmt werden können, ist das ganze Ergebnis futsch. Punkte gibt es immer Anzahl der gestapelten Würfel multipliziert mit der obersten „Augenzahl“.
Es gibt noch Sonderpunkte für ganz mutige Erfolgswürfel und nach 5 Durchgängen ist Schluss.
Das Ganze macht Spaß mit seinem „Can't Stop“ - Mechanismus.

Jeff war noch nicht so weit, also begannen wir mit einem weiteren Rapa Nui, was in letzter Zeit ob seiner Klasse sehr oft auf dem Spieltisch landete. Endlich gab es auch eine Viererrunde. Hierbei kommen die Spieler mit deutlich weniger Punkten ins Ziel, als zu dritt oder gar zu zweit. Gegenüber dem Spiel zu dritt konnte ich kaum eine große Verschiebung der Wertungsgewichtung feststellen. Also geht es auch hier sehr ausgewogen zu.
Die Geschwindigkeit, in der der Stapel abnimmt und das Spielende näher rückt, übt einen ordentlichen Druck auf die Spieler aus.

Danach waren wir komplett zu fünft und erarbeiteten uns den neuen Friedemann: Funkenschlag – die ersten Funken.

In Funkenschlagmanier bildet sich eine Auslage von Kraft... ääh Jagd-/Erntehilfsmitteln, nur die Versteigerung fällt hier weg und ist sehr schlank und innovativ gelöst. Dann ernähren wir unseren Stamm, vermehren uns und ernten am Ende mit unseren Gefolgsleuten. Die Mechanismen und das Grundtaktikelement ist schon stark an Funkenschlag angelehnt. Durch die Vereinfachung der Versteigerung herrscht hier mehr Tempo vor, allerdings erschwert die Nahrungswertetabelle das Zusammenzählen der Werte (anders, wie mit Geldscheinen).

Die ersten Funken besitzen trotz aller Klasse nicht diese Spieltiefe, die Funkenschlag zu einem Klassiker der Brettspielwelt gemacht hat. Was auf jeden Fall fehlt, ist eine Übersicht über die einzelnen Spielphasen – bei dieser Materialansammlung wäre eine Zusatzkarte dafür sicher nicht zu viel verlangt gewesen.

Da für mich wie bekannt Samstag Arbeitstag ist, ging es für mich heimwärts, während die andern noch auf eine Runde zusammen blieben.

Donnerstag, 26. Januar 2012

Friede auf Atlantis

Kurzfristig hatte Jeff noch abgesagt dafür waren mit Peer, Rolf und 4 (!) weiteren Autoren, die teilweise zum ersten Mal die Spielwiese bevölkerten genügend Leute da. Zum Glück für die Konzentration war es weniger voll und somit auch weniger laut an dem Abend.
Eine Woche Krank geschrieben sein hat den Vorteil, dass man sich seinen Projekten widmen kann. Der Kopf funktioniert ja auch, wenn man eingemummelt unter der Decke liegt.
Wir starteten mit einem Test der neu geplanten PAX - Erweiterung. Die zusätzlichen Karten sorgen für mächtige Zusatzfunktionen, sind aber auch schwerer zu "Aktivieren". Die Spieldauer erhöht sich so leicht, aber vielerorts hört man eh, das Spiel sei zu schnell vorbei.
Ein weiterer Effekt: Rom wird etwas gestärkt (so die Spieler es darauf anlegen).
Dementsprechend knapp war die Geschichte. Kurioserweise hätte der Punktsieger auch gewonnen wenn Rom gewonnen hätte.
Zweites Spiel war Peers Atlantis-Spiel das letztes Mal schon mit kleinen Abstrichen gefallen konnte. Gut, wenn man die Gebäude schon kennt :-)
Trotzdem ändert sich die Spielreihenfolge zu spät im Spiel. Hier muss sich unbedingt früher etwas bewegen.
Wir quatschten noch ein wenig und dann ging es an den Heimweg.

Freitag, 20. Januar 2012

Schnelle Reise von Italien zu den Osterinseln

Weil die Zeit so kostbar ist, wollten wir sofort loslegen.
Jeff kannte den Klassiker Die Fürsten von Florenz noch nicht und auch an Alfred ist das Spiel damals vorbei gegangen. Grund genug, die Zeit zurück zu drehen. Schnell erklärt konnten wir die ersten Aktionen durchführen, bis Verstärkung kam und wir noch einmal neu begannen... Nach erneutem Start, kam noch ein Nachzügler und wir begannen ein weiteres Mal - jetzt in Vollbesetzung. Ich sagte den Beteiligten, dass die Gaukler nicht so billig weggehen sollten und schon in der zweiten Runde musste ich dafür auch kräftig bluten, sodass am Ende doch nur der zweite Platz zu Buche stand.
Inzwischen waren wir zu siebt und mussten uns aufteilen.

Gleich ging es an das für sehr gut befundene Rapa Nui, auch in einer Dreierrunde. Zu viert wurde mir das Spiel noch nicht vergönnt, aber es steht auf jeden Fall noch auf dem Plan.

Weil es danach nicht mehr so recht aufgehen wollte, und es mir für ein längeres Spiel zu spät werden würde, klinkte ich mich aus und fuhr zufrieden Richtung Heim.

Freitag, 6. Januar 2012

Erstes Treffen im Neuen Jahr

Absolut voll war es heute in der Spielwiese. Wir mussten zeitweilig mit 2 anderen Gruppen den großen Tisch teilen – aber echte Spieler sind ja leidensfähig.

Ich traf mich wieder etwas früher mit Jeff, um sein Nieuw Amsterdam zu zweit zu testen – dieses mal ohne Sonderregel und es klappte prima – also Sonderregel gestrichen.

Inzwischen trudelten zig Leute ein mit Johann, seinem Bruder und seiner Mutter und ein Neuautor mit Juma wollte sein Spiel vorstellen. Das klappte natürlich nur mit Aufteilen der Gruppe.

In Jumas Spiel schaffen wir Jobs, tun was für den Umweltschutz, Forschen, Entwickeln. Dafür versuchen wir unser Einkommen zu erhöhen und Moralpunkte zu bekommen.
Jede Runde beginnt mit einem gleichzeitigen Gebot um die erste Wahl bei den ausliegenden Karten. Nach 3 Runden gibt es eine größere Wertung.
Die Jobs und anderen Projekte werden durch Plättchen dargestellt, die auf dem Plan abgelegt werden. Kommen gleichartige Plättchen in die Nachbarschaft, kann man mit dem Nachbarn (anderer Spieler) koalieren (bringt beiden etwas) oder konfrontieren (bringt dem besseren Projekt etwas).
Das Spiel ist clever designt und bis auf das dröge optische bekommt man schnell ein Gefühl für die Möglichkeiten. Allerdings sind diese Zahlenspielereien nicht für jeden geeignet.

Danach musste Johann samt Family losdüsen und Josè tauchte noch auf.
Nun konnten wir nochmal mein Palmyra testen. Diese Runde krankte nicht am schnell leerwerdenden Kartenstapel, sondern etwas an der Schlusswertung, aber das ist nichts aufregend unlösbares.

Da noch Zeit war, packte Jeff noch einmal sein Legespiel (Kolchoses) aus. Die Wertigkeiten hatten sich leicht verändert und es machte bis auf eine Kleinigkeit großen Spaß. Ein aufgewertetes Plättchen soll nicht sofort den anderen Spielern zur Verfügung gestellt werden – das ist Jeffs Hausaufgabe bis zum nächsten Autorentreff :-)

Montag, 2. Januar 2012

Spielerischer Jahreswechsel

Nach 3 schnellen Partien San Juan mit gefühlt exakt dem gleichen Ergebnis war es Zeit für eine Neuerwerbung:

Ich weiß nicht, aber sicher hat es der ein oder andere schon einmal erlebt: da durchlebt man tolle Partien eines Spieles und legt sich das gute Stück dann zu, um zu sehen, dass es in einer anderen Runde gnadenlos floppt. So geschehen bei The City. Nach 3 Durchgängen hatte jeder ein Einkommen von 10 Karten und es ist nur noch Zufall, ob man die guten Punktekarten noch auf die Hand bekommt. Die Arbeit, seine gnzen Karten sinnvoll durchzusehen, was man abwirft, macht man sich sowieso nicht mehr.
Na ja - eine Chance wird das Spiel sicher noch bekommen.

Was die 7 Wonders-Leaders Erweiterung angeht bin ich ja Spätzünder, aber dann war es endlich soweit: Vor jeder Runde hat jeder die Möglichkeit einen Anführer zu spielen der einem während des Spiels, oder am Ende einen Vorteil gibt. Die Anführer selbst werden in altbewährter Manier vorab "gedraftet". Die Leaders setzen gute Kenntnis des Grundspiels voraus. Dann aber will man sie wohl nicht mehr missen. Klasse Erweiterung für ein Klassespiel.

Den Abschluss bildete das Luxus Puerto Rico. Das macht verdammt viel Spaß, wenn den Augen so geschmeichelt wird. Die Goldmünzen, so schön sie sind lassen sich aber schlechter greifen, doch das ist Jammern auf hohem Niveau.

Am 31.12. sollten es noch ein paar Spiele auf unseren Tisch schaffen:
Von Klaus Jürgen ”Carcassonne” Wrede kommt zu Essen 2011 Rapa Nui vom Kosmos Verlag.
Die kleine Schachtel suggeriert zunächst ein Zweipersonenspiel, aber es handelt sich um ein vollwertiges Spiel für 2-4 Spieler.

Wir sammeln Opferkarten (in 4 verschiedenen Sorten), legen Rapa Nui Karten vor uns aus - diese helfen uns beim Einkommen und verbilligen den Opferkartenkauf und füllen am Zugende unsere Kartenhand auf 3 Karten auf. Danach gibt es immer eine kleine Wertung, sprich es gibt Einkommen, oder Punkte. Wird ein Moai gebaut (kostet 7 Holz), dann wird eine Opferrunde eingestreut: jeder Spieler legt eine seiner Opferkarten in die Mitte. Der Moaibauer legt seine Opferkarte verdeckt und fügt eine weitere von den allgemeinen Stapeln hinzu. Am Ende bestimmt die Zahl der geopferten Sorten über den Wert der verbliebenen Opferkarten auf der Hand.

Nach einigen eher durchschnittlichen “Wrede-Spielen” muss ich sagen, dass Rapa Nui wirklich ein richtig schönes Spiel ist. Man punktet während der Partie, oder auch am Spielende, das ziemlich schnell eintreten kann. Durch seine kleinen Entscheidungen und die kurzen Regeln erreicht Rapa Nui trotzdem einen ansprechenden Tiefgang die Einflussnahme ist für ein solch “kleines” Spiel recht hoch.

Wir spielten 2 Partien (zu dritt und zu zweit) dabei fiel auf, dass es überhaupt keine Änderungen bei der Vorbereitung und den Regeln gibt, lediglich dauert es länger bis der Kartenstapel durch ist (=Spielende) und die Wertigkeiten sind zu zweit beträchtlich anders: während es zu dritt ausgeglichen scheint, ob man Moais baut und Punkte während der Partie kassiert, ist es zu zweit vor allem wichtig, dass man am Ende viele Karten möglichst der wertvollsten Sorte besitzt.
Durch die unterschiedliche Kartenauslage gibt es wirklich völlig unterschiedliche Partien. Das hängt vor allem an der Verfügbarkeit von Holz. Rapa Nui konnte wirklich überzeugen.

Mit unserm Besuch konnte ich ein paarmal mein 2er Würfelspiel Tug of War testen, dabei offenbarte sich wohl doch ein Startspielervorteil. Das wird demnächst nochmal angegangen und behoben, bevor das Spiel einem Verlag angeboten wird.

Bis noch weiterer Silvesterbesuch eintrudeln sollte, war noch Zeit. Also musste noch eine Partie Pantheon her. Das Spiel hatten wir zuletzt in Oberhof gespielt und weil es so gut gefallen hat, wurde es in Essen erworben. Die erste Partie war zum Wiedereinstieg ganz passabel und wir ließen gleich noch eine weitere folgen... immer noch ein Knallerspiel in meinen Augen - und dann war es auch bald Zeit zum Knallern!

Rein in die gute Stube konnten noch ein paar Spiele begeistern, die auch Nichtspieler ansprechen: Kuhhandel, Wie ich die Welt sehe und Blokus!

Frohes neues Jahr

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Spanien – Deutschland 2:3

Heute sollte mit Isaak aus Barcelona ein zweiter spanischsprechender unserer Runde beiwohnen, neben José, der schon eine Institution geworden ist, aber aus Kolumbien stammt. Mit Rolf und Peer waren wir zu fünft.

Wir starteten mit einem neuen Spiel von Peer, bei dem es thematisch um das untergegangene Atlantis geht, allerdings ist das Thema hier sehr dünn geraten. Man kauft sich Gebäude für Geld, die einem jede Runde einen Vorteil bringen, oder opfert den Göttern Steine, um dafür eine einmalige Gunst zu erhalten. Der Clue bei dem Spiel sind eindeutig die Siegpunkthürden, die erst genommen werden dürfen, wenn man sich selbst ein bestimmtes Handicap auferlegt.

Natürlich war das Spiel noch nicht ganz austariert, aber es ist vom Potenzial her Peers wohl beste Neukreation in 2011. Da freue ich mich schon auf die überarbeitete Version.

Danach ging es dran mein neues Spiel Palmyra dem ersten Test zu unterwerfen. Es war ziemlich klar, dass es zu fünft nicht ganz funktionieren konnte wie gedacht – dazu war der Kartenstapel viel zu schnell durch. Trotzdem offenbarten sich gute Hinweise, in welche Richtung das Spiel weiterzuentwickeln ist. Ich sitze inzwischen bereits an den Änderungen.

Danach war noch Zeit für ein fertiges Spiel: Hattari von Moonster Games.

Es handelt sich hier um ein Deduktionsspiel mit einem großen Bluff-Faktor. Die raffinierte Wertung sorgt dafür, dass man quasi bluffen muss, um gewinnen zu können. Das macht den Reiz des Spiels aus.

Es geht darum in jeder Runde den Mörder zu finden in Form von verdeckten Plättchen mit aufsteigenden Punktwerten. Man schaut sich 2 der 3 ausliegenden Personen an und gibt dann einen Tipp ab, welcher die höchste Zahl zeigt (= Mörder). Es sei denn, die 5 ist unter den dreien, dann ist die niedrigste Zahl der Mörder. Vorab sieht jeder Spieler bereits 2 der Personen, dass man nicht ganz im Dunkeln tappt. Wir spielten einmal zu viert und einmal zu dritt, wobei das Spiel zu viert eindeutig mehr Spaß bereitet, da man seine Bluffs eher einmal durchbringt. Ein gutes Spiel mit minimalistischen Material und design, aber sicher einen näheren Blick wert.


So – das war's für 2011 von der Spielwiese und ich schließe mich den allgemeinen Weihnachtswünschen und Rutschen ins Neue Jahr an und komme wohl auch dann erst wieder.

Wir bekommen Besuch über Silvester, sodass der Spieltisch bestimmt nicht ungenutzt frei bleibt.

Montag, 19. Dezember 2011

Vorweihnachtliche Spielwiese

Vielleicht liegt es am bevorstehenden Weihnachtsfest, dass insgesamt in der Spielwiese recht wenig los war.

Ich traf mich schon früher mit Jeff, weil er sein Niew Amsterdam zu zweit testen wollte. Der Kniff bei der Versteigerung ist wirklich toll, sodass das auch zu zweit zu gefallen weiß. Ein klein wenig Feinschliff ist hier wohl noch nötig, für ein absolut tolles Spiel. Das wird zu Essen 2012 einschlagen wie eine Bombe. Ich glaube, ich werde ob der Konkurrenz kein eigenes Spiel produzieren ;-)

Inzwischen war José noch eingetrudelt und ich konnte noch einmal mein Pontos Egeo testen. Leider waren die Änderungen nicht alle positiv. Die Vereinfachung an der Werft sehr wohl, aber nicht die feste Rundenzahl – dadurch war zu ausrechenbar, welche Bewohner noch zu retten sind und welche nicht. Ich muss mir hier noch was einfallen lassen.

Jeff hatte noch ein Kartenspiel dabei, das unter anderem Namen und mit anderem Thema bereits auf unserm Tisch lag. Inzwischen haben sich Kleinigkeiten geändert, sodass das Spiel schon auf dem richtigen Weg zu sein scheint.

Viel mehr gibt es nicht zu vermelden, nur dass gemeinerweise der Schinken aus war, dass ich mir kein „Torres“-Toast gönnen konnte :-)

Dienstag, 13. Dezember 2011

Jahresendspurt

Im Familienzentrum fanden sich tatsächlich so viele Leute ein, dass wir zeitweilig 3 Runden am Laufen hatten.

Wir starteten mit der Lookout-Neuheit Walnut Grove.

Auf dem Zentralen Plan in der Stadt, werden die Aktionen ausgeführt. Jede Aktion kostet eine bestimmte Art und Menge an Rohstoffen. Insgesamt gibt es nur 8 Runden und dementsprechend auch 8 Aktionen. In jeder Runde gibt es bestimmte Vorgaben, welche Warensorte möglichst günstig produziert wird, was die Gefolgsleute an Nahrung verlangen und und und. Auf einem eigenen Spielertableau verwalten die Spieler ihre Produktion, ihr Hab und Gut, ihre Bauten und auch ihre Gefolgsleute, die Runde für Runde versorgt werden wollen.

Anfangs fragt man sich noch, wie man hier überhaupt auf einen grünen Zweig kommen soll, aber wenn man mal die ersten Rohstoffe erwirtschaftet, die nicht sofort in Versorgung der Gefolgschaft investiert wird, stellt sich ein positiveres Spielgefühl ein. Es kribbelt ständig, da man so viel machen will und unbarmherzig schreiten die Runden voran.

Walnut Grove ist eine Art Arbeitereinsetzspiel mit Mangelverwaltung, macht Spaß und fordert heraus. Einzig denke ich, dass die Bonusplättchen nicht ausgewogen genug sind. Speziell der Punktertrag für Warensteine scheint zu mächtig, da man am Ende nicht mehr wirklich ein Problem hat, viele Steine zu produzieren.

So gewann Jeromè mit diesem Plättchen vor 3 anderen punktgleichen Spielern.

Wir teilten uns neu auf und ich durfte bei einer 5er Runde Notre Dame beiwohnen. Immer noch kann dieses Spiel total begeistern. Wir hatten die neuen Adligen aus der Alea-Schatzkiste im Einsatz und so stellte sich trotz des bekannten Spiels ein großer Reiz des Neuen ein.

Sehr schön wars – wir sehen uns im nächsten Jahr wieder im Familienzentrum, was aber nicht heißt, dass die Montagsrunde in der Spielwiese für 2011 schon beendet ist.

Mittwoch, 7. Dezember 2011

2+1=3

Wieder einmal sollten wir nur sehr wenige werden. Rolf war bereits anwesend, aber um mein Pontos Egeo zu testen, braucht es nunmal 3 Spieler. Zum Glück tauchte noch José, der seit ein paar Wochen Stammgast in der Spielwiese ist auf und wir konnten uns ans Werk machen.


Nach den letzten größeren Änderungen war nicht klar, ob das Spiel jetzt wirklich besser geworden ist, aber schon schnell nahm man die Verbesserungen wahr und das Spiel konnte gefallen. Einzig das Ende zog sich ein wenig, gerade weil man da nicht mehr zwingend alle Aktionen vorteilhaft nutzen kann. Außerdem war das Spielen auf Geld etwas zu stark (was mir den Sieg brachte), aber ich bin doch ziemlich zufrieden und darauf lässt sich mit kleinen Änderungen aufbauen.


Da wir uns ein wenig verquatschten, brachen die beiden schon auf – ausgerechnet, wo ich noch etwas Zeit hatte... also schaute ich mir Friedemanns neues Solospiel Freitag an. Wir starten mit einem Deck Kampfkarten (Werte -1 bis 2) und müssen damit Gefahren abwehren. Natürlich gelingt das nicht immer. Dafür kann man Lebenspunkte zum Abwehren einsetzen – gleichzeitig lassen sich damit die schlechten Minus 1 Karten loswerden.

Nach und nach wird das Deck besser, aber auch die Gefahren wesentlich schlimmer.

Ein cleverer Kniff sorgt dafür, dass man sein Deck nicht zu klein werden lässt, denn immer wenn man alle Kampfkarten durch hat, bekommt man eine sehr schlachte Karte (zufällig) in sein Deck.

Leider kam ich noch nicht sehr weit, aber nach einer Weile hat man etwas ein Gefühl dafür, wie man sinnvoll spielt. Das muss auf jeden Fall nochmal ausprobiert werden.



PS: ich hoffe, dass zum nächsten Wochenende mein PC wieder am laufen ist, damit sich auf der Homepage auch wieder was tun kann... aber unser Umzug zusammen mit dem ganzen laufenden Betrieb hat wirklich seinen Tribut gefordert.

Donnerstag, 24. November 2011

Die Schweiz grüßt

Mit Jose wohnte ein neues Gesicht der Runde bei. Nur schade, dass sonst nicht viel los war. Später traf noch Daniel ein und wir testeten das neue große Kosmos-Spiel Helvetia.

Runde für Runde versuchen wir neue Gebäude in unserem Dorf zu errichten, neue Bürger zu gebären und eventuell noch in Nachbardörfern einzuheiraten.
Wie oft man eine Aktion ausführen darf ist von der Anzahl der Münzen abhängig, die man dafür einsetzt (maximal 6). Am Ende einer Runde zählt jeder seine Punke, aber man addiert sie nicht, sondern muss (→ Spielende) die nötigen 20 Punkte auf einen Schlag erreichen.

Neben Gebäuden gibt es noch diverse andere Möglichkeiten an Punkte zu kommen, vor allem durch Liefern von (hochwertigen) Waren an den Markt.
Helvetia besticht durch einen schönen „flow“ ohne lange Wartezeiten. Vor allem das Ende einer Runde kann überraschend schnell kommen und einem die geplanten Aktionen versagen.

Insgesamt haben wir es hier mit einem weiteren Arbeitereinsetzspiel zu tun, das um mehrere Dimensionen erweitert wurde und mit einem sympathischen Thema geschmückt wurde. Trotzdem kommt es über ein gutes „Solide“ nicht hinaus.

Da ich gesundheitlich leicht angeschlagen war, düste ich bereits um 21 Uhr los.

Samstag, 19. November 2011

Irongames Abend

Endlich mal wieder in der Spielwiese. Mit Rolf und Daniel waren wir nur zu dritt. Da Daniel PAX noch nicht kannte und sehr interessiert war, starteten wir gleich eine Runde. Früh zeichnete sich ab, dass Rom wohl recht stark werden würde. Rolf hatte eine komfortable Intrigenmehrheit und mir fehlte am Ende nur ein Aureus, um ihn doch noch zu überbieten. Und so kam es, wie es selten kommt: Rom gewann und mit Rom auch Rolf.

Testen wollte ich eigentlich eine neue Idee für Peloponnes, was wir dann im Anschluss taten. Etwas suboptimal dabei war, dass Daniel auch Peloponnes noch nicht kannte und so war für ihn die Erweiterungsversion nicht von großer Bedeutung. Viel will ich hier noch nicht verraten, aber der Test verlief sehr positiv :-)

Den Abschluss bildete eine Partie Tschakk.

In mehreren Durchgängen bieten wir auf positive und negative Gegenstände. Dazu haben wir einen Satz Handkarten zur Verfügung. Das heißt, wir wollen natürlich die positiven Gegenstände, müssen aber mit den negativen Vorlieb nehmen, wenn wir das Bieten verlieren.

Wie bei den meisten "blind-bidding" Spielen ist auch hier nicht so viel zu beeinflussen. Was den Einfluss aber erhöht, ist dass der Kartensatz zusammen bleibt und immer den Spieler wechselt. So gewinnt man einen Eindruck, welcher Kartensatz besonders Stark und welcher eher schwach ist.

In Summe ganz OK, aber kein Reißer. Sobek vom gleichen Verlag konnte mehr gefallen.

Samstag, 12. November 2011

Erste Entspannung nach dem großen Chaos

Für alle, die mich online vermisst haben: wir sind gerade mit unserm gesamten Hab und Gut umgezogen und nachdem das erste Chaos beseitigt ist, kann man auch wieder seinen Musen frönen, allerdings erst schrittweise ein wenig mehr und mehr.

Zum Spielen im Familienzentrum bei Jeff waren wir anfangs zu viert.

Jeff hatte sein Nieuw Amsterdam mit der finalen Grafik versehen, wie es zu Essen 2012 erscheinen soll. So macht das Ganze natürlich noch viel mehr Spaß.

Nach einer ausgiebigen Erklärung gings los. Die letzten feinen Veränderungen haben das Spiel noch gestärkt.

Äußerst spannend ging es zu und vor allem die letzten beiden Runden hatten es in sich. Dies ist Jeffs mit Abstand anspruchvollstes Spiel und kann sich locker mit der Elite dieser Spiele messen. Ich freue mich wirklich aufs fertige Produkt.


Dazwischen eine lockere Aufwärmrunde Beer & Pretzels:

Die Spieler werfen einen Satz Bierdeckel in eine mit einer Schnur abgesteckte Fläche. Was am Ende eines Durchgangs noch sichtbar ist, bringt Punkte.

Ein lockeres Spiel für jede Partyrunde-Einfach, schnell und ohne große Ansprüche.

Da wir zu viele geworden waren, teilten wir uns. Zunächst wollten wir uns an Ruhm für Rom versuchen, aber Alfreds Regelkenntnisse wiesen doch zu viele Lücken auf. Die Zeit ist an diesen Abenden stets so knapp, dass man sich nicht mit Regellektüre aufhalten will, also lag da noch das zugegebenermaßen recht hässliche und optisch unattraktive The City auf dem Tisch.

Nach den Vorabmeinungen einiger Spieler war das Interesse dennoch groß.

Man hält Karten auf der Hand, die einerseits Gebäude darstellen (mitsamt Baukosten) und andererseits Zahlungsmittel sind.

Die errichteten Gebäude geben uns dann Runde für Runde Punkteeinkommen und neuen Kartennachschub. Das klingt seit San Juan nicht unbekannt und nicht von ungefähr ist Tom Race for the Galaxy Lehmann der Autor. The City hat sich dabei jeden Ballastes entledigt und sorgt für sehr kurzweiligen Spielspaß, so man sich auf die eingeschränkten taktischen Möglichkeiten einlassen kann. Wenn man hier nicht mehr erwartet und auch vor der Interaktionslosigkeit nicht zurück schreckt, bekommt man hier ein sehr gutes Spiel, bei dem es selten bei nur einer Runde bleibt. Vor allem das Rennen auf die 50 Punkte erweist sich als sehr spannend. Viele hassen es, ich finde es für so ein kleines Kartenspiel äußerst famos!


Donnerstag, 27. Oktober 2011

After Essen ist vor Essen...

Die Spielwiese hat zur After-Essenparty geladen und es wurde wieder einmal recht voll den Abend.

Endlich kam ich auch dazu, die ersten beiden Neuheiten zu spielen. Wir starteten mit Flashpoint, dem neuen kooperativen Brettspiel von Indie Boards and Cards, die 2010 gleich mit 3 Kartenspielen auftrumpfen konnten.

In Flashpoint versuchen die Spieler in Flammen eingeschlossene Personen (oder auch Tiere) aufzuspüren und aus dem Haus in Sicherheit zu transportieren.
Nachdem ein Spieler seine 4 Aktionspunkte verbraucht hat, zeigt ein Würfelwurf, wo sich neue Feuer entfachen.
Schluss ist, wenn die Spieler entweder 7 Personen gerettet haben, oder das Haus eingestürzt ist. Daneben gibt es noch einige Zusatzregeln, die man draußen lassen kann, oder auch nicht, eine Spielplanrückseite und allerhand Gedöns.
Nach dem Ausnahmespiel Pandemie müssen sich alle Folgespiele dieses Genres daran messen lassen und hier kommt Flashpoint einfach zu spät. Ohne Spezialfähigkeiten sind die Spieler alle identisch und ziehen einfach umher, löschen Feuer und versuchen Personen zu retten. Das Ganze soll absichtlich einfach gehalten werden, lässt aber raffinierte Züge und Abwechslung vermissen... Dümpel Dümpel...

Zweites Spiel des Abends sollte Feudalherren sein. Diesem Spiel wirft man zu große Glückslastigkeit vor, aber man sollte einfach mit einer anderen Einstellung und Erwartung an die Sache gehen. Irgendwie erinnert mich das an mein Pergamemnon... aber dazu später.
Jeder Spieler hat einen individuellen Plan, einen Turm, eine Burg und bekommt noch ein weiteres Plättchen zum Start, sowie einige Rohstoffe.

Wo die Plättchen auf dem Plan abgelegt werden ist nicht ganz unerheblich: manche schütten auf einem Berg mehr aus, andere verlangen ein Flussfeld. Dazu sollte man sich weitläufig verteilen, denn jede Runde gibt es einen Würfelwurf – mit den erwürfelten Koordinaten darf man sich dann von einem Plättchen im Umkreis das Einkommen nehmen (so man dort eines liegen hat).
Dann zieht man eine Ereigniskarte, die jeden Spieler betrifft, bekommt ein weiteres Plättchen und darf noch 2 weitere seiner Plättchen aktivieren (oder ein Gemetzel veranstalten).
Wenn 12 Siegpunkte erreicht sind, ist das Spiel aus – hier gilt anzumerken, dass so ca. 8 Punkte davon im letzten Spieldrittel erreicht werden.

Schlechte Karten zu Beginn können die Spieldauer ziemlich dehnen und so kommt Spaß nur bis maximal 4 Spieler auf. Das meiste (fast alles) wird vom Würfel gesteuert. Das muss man akzeptieren können, sonst hat man bei Feudalherren keine Freude.
Seltsamerweise macht das Spiel unerwartet viel Spaß, sodass es im direkten Vergleich zum vorher gespielten Spiel klar die Nase vorne hat.

Wie angedeutet, wirft man auch Pergamemnon zu großes Glück bzw. Beliebigkeit vor, aber ich sagte auch im Vorfeld, dass man mit genau der Einstellung an das Spiel rangehen muss: zu viel Ernsthaftigkeit tötet den Spielspaß und dort herrscht deutlich weniger Zufall vor, als bei Feudalherren.

Noch ein paar Worte zur Messe: die ist für mich persönlich wirklich gut gelaufen – klar, Donnerstag war mal wieder als „Freaktag“ ungeschlagen, aber auch sonst kann ich nicht klagen. Jetzt wird man sehen, ob auch die Zuhausegebliebenen meine Spiele mögen und so die Reste zügig über den Tisch gehen, gerade im Hinblick auf unseren Wohnungsumzug im November.

Dienstag, 18. Oktober 2011

Das Finale

Zum Finale stellte sich richtige Messevorfreudenstimmung ein. Mit Wiebke und Hartmut Kommerell waren auch mal wieder sehr seltene Gäste anwesend. Seit die beiden mit Kind und Kegel in Richtung Süden bei Berlin umgezogen sind, haben sie sich verständlicherweise in der Gegend rar gemacht.

Andrea Meyer wuselte ebenfalls umher, um ihre Kartons Frigiti abzuholen und im Transporter zur Messe unterzubringen (das steht mir dann heute später bevor!).

Wir starteten mit einer Partie PAX, was Wiebke und Hartmut unbedingt kennen lernen wollten.
Ich setzte zu früh auf das knapp verlierende Rom, sodass der Sieg unter den anderen ausgemacht wurde.

Zum Abschluss testeten wir einen Prototyp von Hartmut Take Away - ein trickreiches Stichspiel, das mit recht einfachen Regeln noch Möglichkeiten für Einflussnahme bietet. Vor allem gelungen ist die Möglichkeit für den Startspieler, der ja bei Stichspielen meist benachteiligt ist, zusätzlich die letzte Karte zu spielen! Sehr gut. Das sollte doch den Weg zu einem Verlag finden können.

Und jetzt mache ich mich vom Acker...

Dienstag, 11. Oktober 2011

Gemütlicher "vor-Essen" Montag

Heute sollten wir perfekterweise zu viert sein mit Rolf, Jeff, Jerome und meiner Wenigkeit.
Leider hat es doch nicht geklappt, dass die PAX und Pergamemnons rechtzeitig eingetroffen sind, um sie zu verteilen, aber heute Nachmittag sollen sie endgültig hier eintreffen.

Wir starteten mit meinem Ikarus, das ich ein wenig modifiziert hatte (Spielplan, Übersicht, Siegpunktbegrenzung, Überflugregel). Das funktionierte einfacher, aber das Endspiel bzw. Spielende flacht etwas ab. Hier muss noch ein Kniff rein, um die Spannung hochzuhalten.

Da Jeff mit seinem Modelleisenbahnspiel nicht so recht vorwärts kommt, hat er beschlossen von vorne anzufangen und sich Jerome als Co-Autor ins Boot geholt. Die ersten Skizzen wurden gezeigt und darüber gesprochen.

Im Anschluss testeten wir Jeffs Netherland Kartenspiel. Auch hier gab es Änderungen seit dem letzten Test, allerdings waren die Meinungen sehr gemischt. So war es nicht wirklich besser. Jeff machte sich Notizen, um dann weiter daran zu Arbeiten.

Da Rolf und Jerome los mussten, zeigte mir Jeff noch sein Pala Würfelspiel. Thematisch angelehnt an Pala, das jetzt zu Essen bei der Cambridge Game Factory veröffentlicht wird.
Er hatte nur lose Regelbrocken im Kopf. Wir spielten ein wenig vor uns hin und fanden dann wohl den entscheidenden Kniff, der das Spiel spannend macht. Nun gilt es noch einmal die Aufträge anzupassen und dann freue ich mich schon auf den nächsten Test in größerer Runde.

Dienstag, 4. Oktober 2011

delay...

das Zauberwort, was allerorts zu hören ist, trifft nun auch mich:
Während die Neuauflage von Peloponnes letzte Woche eingetroffen ist und alle "Peloponnes only" Bestellungen rausgeschickt wurden, wurden mir PAX und Pergamemnon leider erst zum 11. Oktober versprochen! Ärgerlich für alle, die vorbestellt haben. Ich bin ja schonmal froh, dass es für die Messe wohl dann nicht noch knapp werden wird.

For foreign people:
While Peloponnes new edition is available since last week (all "Peloponnes only" orders have been sent out!), PAX and Pergamemnon is delayed until Oct. 11th :-(

Donnerstag, 22. September 2011

Spielen im Zirkuszelt

Die Spielwiese hatte geschlossen, denn der Zirkus „Zack“ feiert sein 10-Jähriges Jubiläum mit verschiedenen Aktivitäten. So auch einen Spieletreff. Im Zelt befand sich die Bühne, einige Bierbänke und natürlich Tische für uns Spieler. Es hatte sich auch ein illustre Zahl eingefunden.
Günther hatte sein lebensgroßes Packeis am Pol dabei und Andrea Meyer moderierte eine Runde Freeze und begeisterte damit fast alle beteiligten, die zahlreich Minitheaterstücke zum Besten gaben.

Dazu wurden auch „reguläre“ Brettspiele gespielt. So zum Beispiel das brandneue Schmidtspiel: Crosswise
Nicht von ungefähr ähnelt die Optik ein wenig dem SDJ-Gewinner Qwirkle, aber hier spielen jeweils 2 Spieler, die sich gegenüber sitzen im Team und legen in jedem Zug genau einen (von 4) Stein auf das Spielfeld. Die Steine gibt es in 6 verschiedenen Formen/Farben und dazu gibt es noch divrse Sondersteine, die es erlauben Steine zu tauschen, zu verschieben, aus dem Spiel zu nehmen...

Sind alle Felder gefüllt, werden Punkte gezählt, allerdings kann das Spiel auch vorzeitig enden, wenn eine Partei es schafft 6 gleiche Steine in einer Reihe zu platzieren. Das ist das eigentliche spannende Salz in der Suppe.
Ansonsten ein nettes Legespiel, das leicht genug für die Easy Play Reihe daherkommt, allerdings bei weitem nicht an Qwirkle heranreicht.

Nachdem wir ein wenig dem Inprovisationstheater zuschauten, starteten wir eine Partie Blue Moon City. Immer wieder gerne gespielt und auch heute wieder immens spannend. Wir hätten alle beinahe in der selben Runde gewinnen können und mehrmals fehlte genau ein Kristall, um sein Opfer zu bringen.

Sehr schön war's, aber für mich hieß es schon aufbrechen und draußen noch einen Blick von den Fackeljongleuren erhaschen.

Freitag, 9. September 2011

Ein Prototyp ist definitiv zu wenig

Da muss ich ja noch meinen letzten Montagsspieleabend schriftlich umsetzen, bevor er gänzlich an Aktualität verloren hat.

Nachdem seit langer Zeit mal wieder Mirko mit einem Freund auftauchte und wir dann mit Rolf zu viert waren, starteten wir mit meinem Monumento.

Das Spiel war vor einer Weile schonmal in meinem Testfokus, allerdings lag der Titel nach den letzen Änderungen wieder in der „Schublade“.

Nun habe ich noch materialtechnisch etwas abgespeckt (Karten anstatt Plättchen, weniger Holz), um zu sehen, wie das Spiel nun ankommt.

Siehe da... Monumento läuft wirklich rund und geht so fix, wie es geplant ist. Einziges Problem sind noch die 4 verschiedenen Vorteile nach Restauration eines Gebäudes. Hier muss auf jeden Fall die Ausgewogenheit stimmen.

Leider hatte Rolf nur noch wenig Zeit, sodass er uns Ladybohn erklärte. Wir kannten alle nur das Bohnanza-Grundspiel. Ladybohn addiert daneben noch die Ladies und die Babies. Babies blockieren eine Auslage, wenn sie ganz unten liegen, oder rufen die Ladies, die weiter oben liegen zu sich. Ladies besitzen einen etwas besseren Tauschkurs. In Summe bringen diese Zusätze aber keinen wirklichen Mehrwert (eher schon die Limitierung auf zweimal das dritte Bohnenfeld). Kann man spielen, muss man aber nicht zwangsläufig.

Nachdem sich Rolf verabschiedet hatte, packten wir noch zu dritt eine Partie Strasbourg an.

Die andern beiden kannten das Spiel noch nicht und wollten es nach der Nominierung zum Kennerspiel doch antesten. Man war schnell mitten im Geschehen und so hielten wir die angepeilte Stunde ein. Hier kam mir die Spielerfahrung zu Gute, was aber dem Gefallen der andern beiden keinen Abbruch tat.

So, jetzt verabschiede ich mich dann endgültig in den wohlverdienten Urlaub.