Mittwoch, 19. März 2014

Nachtrag: Spieletreff Urbanstraße

Kaum ist man einmal etwas später, waren schon beinahe alle Tische besetzt.

Benedict hatte Kashgar dabei - glücklicherweise ohne die unsäglich überdimensionierte Schachtel.
Jeder Spieler verfügt über 3 Karawanen=Kartenreihen, von der er immer nur die zuerst liegende Karte nutzen darf. Zumeist wird man seine Reihe optimieren und Karten zufügen, doch Neue Karten landen zuerst ganz hinten und es dauert länger, diese nutzen zu können. Wichtig sind die ausliegenden Aufträge, die von allen Spielern erfüllt werden können, aber dazu braucht es neben Waren auch eine Karte, die das erlaubt.

Wenn ein Spieler 25 Punkte erreicht hat, endet das Spiel.

Wir drei Neulinge brauchten natürlich etwas, bis die Aktionen flüssig von der Hand gingen. Die große Stärke von Kashgar ist das schlanke Regelwerk. Man muss Neue Karten erst erläutern, wenn sie auftauchen, ansonsten kann man sofort losspielen. Es ist vielleicht etwas unübersichtlich, wer aktuell über wie viele Punkte verfügt, gerade wenn Bauern und Getreidefelder im Spiel sind und die Interaktion ist kaum gegeben. Plötzlich hatte jemand schon das Ziel erreicht. Spaß gemacht hat Kashgar, vor allem wegen des ungewöhnlichen Spielgefühls.


Danach besetzten wir und neu und heraus kam eine 5er Runde Concordia. Zum Glück kannten alle die Regeln und so könnte direkt gestartet werden. Witzig war, dass jeder geäußert hatte, dass er wohl nicht gewonnen habe, aber einer musste doch gewinnen? Das ist nicht jedermanns Sache, dass man Punktemäßig so sehr im Dunkeln tappt, aber vielen gefällt gerade das.


Abschließend noch ein Kashgar zu dritt, was wirklich sehr flott ging und dadurch seine ganze Stärke ausspielen konnte.

Donnerstag, 6. März 2014

Last before home

Nachdem ich Panthalos von der externen Testrunde zurück bekommen habe, wollte ich die letzten kleinen Änderungen noch einmal selbst erleben.

Hartmut kannte das Spiel noch gar nicht und Juma noch eine sehr frühe Version. Klar, dass es so nicht ganz so flott von der Hand geht. Fast 2 Stunden Rängen wir um Punkte, bevor Rolf doch als Sieger hervor ging. Nächste Woche in meiner Heimat bin ich gespannt, was eine Reihe von Neulingen dazu sagen wird, bevor es zum Treffen mit meinem Grafiker in die Schweiz geht. Dort werden dann die Weichen gestellt, was den Spielplan und das Cover angeht. Ich bin schon sichtlich aufgeregt.

Danach zeigte uns Hartmut seine letzten Modifikationen zu Keep Away. Jetzt besitzen alle Karten einen Negativwert, der am Ende eben die fiesen Punkte bringt - vielleicht vergleichbar mit den Hornochsen. Wir probierten gleich danach noch einen zweiten Durchgang mit einer Änderung. Das Spiel machte ja schon in der alten Version Spaß; jetzt allerdings ist es für solch ein einfaches Ärgerspiel richtig gut geworden.


Und nun melde ich mich für mindestens 2 Montage ab. Zunächst der Besuch in der Heimat und dann steht auch bald der Umzug in ein neues Domizil an... es gibt immer viel zu tun.

Nachtrag: 
Hartmut hatte noch ein Spiel eines Japanischen Autors dabei, was wohl bereits dort veröffentlicht wurde und überwiegend gute Resonanz erhalten hat. Jetzt soll es wohl auf Kosmos erscheinen. 
 
Ähnlich wie bei Dominion kauft man sich Karten aus einer Auslage. Alle gekauften Karten legt man vor sich. Jede Karte bringt einen Vorteil/Ertrag, wenn man eine bestimmte Zahl würfelt, manche auch, wenn andere diese Zahl würfeln. Es geht vor allem darum immer mehr Geld zu verdienen, um 4 bestimmte Karten auslegen zu dürfen. Wer das zuerst schafft gewinnt. Behäbig entwickelt sich das Ganze, um dann mehr und mehr Möglichkeiten zu bieten und dann ganz schnell zu Ende ist. Erinnerungen an The City werden wach. Mir hat das soweit ziemlich gut gefallen, die anderen waren wohl nicht so sehr angetan.

Freitag, 28. Februar 2014

Tier trifft Karte trifft Armee

Heute war Hartmuts Spiel der Starter, denn wir waren anfangs noch zu viert und ich wollte etwas mit 5 Spielern ausprobieren, dazu aber später.

Okavango - die Spieler erfüllen Aufträge, indem sie Tiere in bestimmter Konstellation fotografieren. Gegenüber letztem Mal, hatte jetzt jeder seinen eigenen Satz Aktionskarten, was das Spielgefühl nicht veränderte, aber für eine Gefühlte Gerechtigkeit sorgte. Es bleibt aber dabei: manche Spieler haben eine deutlich bessere Übersicht als andere und für die kann es dann etwas frustig verlaufen. Es bleiben noch Stellschrauben.

Dann trafen noch Bekannte eines Arbeitskollegen von Rolf ein und wir testeten noch einmal Hartmuts Keep Away. Das Spiel fluppt nach wie vor, aber er muss noch die Zahlenwerte aller Farben angleichen und die 6/9 mit einem Punkt markieren.

Da wir nun sogar zu sechst waren, könnte ich meinen Test starten: Für Phalanxx hatte ich mir überlegt, dass ein fünfter Spieler in der Mitte starten könnte, was eine asymetrische Ausgangslage bedeutete. Rolf übernahm diese Rolle, aber schnell stellte sich heraus, dass seine Position zu mächtig sein sollte.
So überrundete er beinahe den schwächsten Spieler. Das wollte so nicht recht funktionieren, aber dafür testen wir ja... vielleicht belasse ich es aber auch bei 4 Spielern, dann können die Spieler mehr Karten auf den Tisch bekommen und die downtime ist ebenfalls geringer.

Montag, 24. Februar 2014

Populäre Kartenspiele (Fremdbeitrag)

Shuffle up and deal

Das Kartenspiel mit seinen 52 Karten stellt durch seine vielseitigen Variationsmöglichkeiten  noch immer eines der beliebtesten Gesellschaftsaktivitäten in Haushalten, auf Campingplätzen oder in Casinos dar. Das Kartenspiel wurde im 9. Jahrhundert während der Tang Dynastie in China ins Leben gerufen, als die Mitglieder des Wei Clans das “Blätterspiel” spielten, das aus Papierkarten bestand. Die Popularität des Kartenspiels ist seither in vielen Ländern gewachsen, die alle ihre eigene Version der Kartenspiele entwickelt haben, die alle in ihrem Aufbau sowie ihrem Typ variieren. So gibt es An- oder Ablegespiele, sowie Glücksspiele, die stundenlange Unterhaltung bieten. So erkannten auch Fernsehproduzenten das Spannungspotential hinter einer einzigen verdeckten Karte, die den Sieg aber auch den Verlust bedeuten kann, und wandelten das Spiel in eine Fernsehsendung um; das “höher oder niedriger” Format hat sich als eine der erfolgreichsten Spielsendungen im Fernsehen bewährt.

Das Aufkommen des Casinos hat wesentlich zur wachsenden Popularität des Kartenspiels beigetragen, dessen altbewährte Qualitäten nun genutzt wurden, um um Geld zu spielen.
Im Handumdrehen schlossen sich Millionen von Spielern den regionalen Casinos an, um die neue Art des Glücksspiels zu erfahren, das ihrem Wetteinsatz einen Hauch von Kontrolle und kalkulatorische Vorgehensweise verlieh.  Mit der Entstehung und den Fortschritten der Internet Technologie sowie mobilen funktionstüchtigen Geräten fand eine Revolution der Spielindustrie statt, die Casino Online Spiele sowie Glücksspiele Apps zum Download für Smartphones und Tablets mit sich brachte.


Poker

Das unumstritten beliebteste Kartenspiel - Poker - wird von Millionen Menschen weltweit auf einer Unterhaltungs- genauso wie auf der Profiebene gespielt.
Als die Spielindustrie durch die Einführung des Internets ihren legendären Durchbruch hatte, war es Poker, das am meisten davon profitierte. Die Möglichkeit, Poker online zu spielen steigerte seine Beliebtheit weltweit, was zu einer Flut an finanzieller Förderung und Fernsehdeals führte, die millionenschweren Wettkämpfen die Türen öffnete, die entweder nur für professionelle Spieler bestimmt waren, aber auch Amateuren die Möglichkeit gab, sich Profis zu stellen. Es gibt viele Versionen von Poker, mit Texas Hold'em als das am Weitesten verbreitete Freizeit-, Casino- und Onlinespiel. Bei diesem Format sind eine Reihe von Spielern beteiligt (in Regel zwischen zwei und neun), die um einen Tisch herum sitzen und zwei Karten erhalten ('hold' cards), die sie wiederum innerhalb von drei Runden mit fünf Karten (die ersten drei Karten nennen sich 'Flop, die Vierte ist die 'Turn' Karte und die letzte Karte ist bekannt unter dem Namen 'River'), die auf dem Tisch liegen, kombinieren müssen, um das beste Blatt von 5 Karten zu erreichen. Die Spieler können etwas setzen (bet), den Einsatz erhöhen (raise), passen (check) oder eine Karte abwerfen (fold), so wie es der nächste Zug erfordert. So gibt es zahlreiche Strategien, die es dem Spieler ermöglichen, zu bluffen und ein gutes Blatt vorzutäuschen.


Blackjack

Die einfachen und doch einzigartigen Eigenschaften dieses Spiels sind fortwährend der Hit in Casinos und unter Online Spielseiten, und wohl das beliebteste Kartenspiel weltweit. Auch wenn in der Freizeitversion des Kartenspiels zwei Spieler gegeneinander antreten können, so sieht das professionelle Spielformat einen bis fünf Spieler vor, die an einem Tisch vor einem 'Dealer' sitzen, der sowohl jedem Spieler als auch sich selbst zwei Karten austeilt, nachdem alle Beteiligten ihren Einsatz gemacht haben. Der Dealer dreht eine seiner beiden Karten um, die andere lässt er noch verdeckt, während die Spieler entscheiden, welche der Karten, die an sie verteilt wurden, sie entweder behalten, oder abwerfen möchten. Ziel des Spiels ist es, so so nah wie möglich an 21 Augenpaare zu gelangen, wenn nicht sogar glatte 21 Punkte zu erreichen, ohne die Zahl zu überschreiten und ein Augenpaar zu erreichen, das höher ist als das des Dealers. Das Ass zählt entweder 1 oder 11, Bube, Dame, König 10, und jede andere Karte hat ihren angegebenen Wert. Die Spieler können ihre Karten entweder behalten und passen oder abwerfen und im Austausch dafür neue erhalten; alles über 21 Punkte verliert die Runde. Sobald jeder Spieler entweder mit seinem Blatt zufrieden ist oder ausgeschieden ist, deckt der Dealer seine zweite Karte um. Sollte der Gesamtwert beider Karten 17 oder mehr betragen, so belässt er es bei den zwei Karten, liegt er jedoch bei 16 oder drunter, muss er noch eine weitere Karte hinzunehmen.


Baccarat

Baccarat ist ähnlich wie Blackjack ein Zwei-Karten-Spiel, variiert jedoch in seinem Punktesystem, das dieses Spiel einzigartig macht. Das Kartenspiel stammt aus Frankreich und erfordert, dass die Spieler ihren Einsatz leisten, ehe die Karten ausgeteilt werden. Hierbei haben sie drei Möglichkeiten: Spieler, Bank oder Unentschieden.  Sobald alle ihren Einsatz getätigt haben, verteilt der Dealer jeweils zwei Karten an die Spieler und sich selbst und deckt diese sofort auf. Die Augenpaare eines jeden Blattes werden zusammengezählt, wobei bei jedem Blatt, das mehr als 10 enthält, 10 Punkte abgezogen werden (15 Augenpaare werden zu 5). Jedes Blatt, das genau auf 10 kommt, wird entweder zu 0 oder zu Baccarat. Das höchste Augenpaar zwischen Spieler und Dealer gewinnt die Runde.

"Carsten Hermans"

Freitag, 21. Februar 2014

Keep away from greece

Als wir zu dritt das Peloponnes Kartenspiel starten wollten, tauchte noch Georg auf, den natürlich noch flugs einsteigen könnte, da er bereits Regelfest war.

Nach den letzten Anpassungen ging ich Optimistisch an den Test. Die Sache mit den Katastrophen klappte jetzt besser, allerdings kann es einen ganz schön umhauen, ohne dass man dafür viel kann. Hier tauchte die Frage auf, ob es besser ist, wenn alle Katastrophen auf jeden Fall eintreten, oder wenn manche auch außen vor bleiben können. Ich tendiere zu Ersterem, damit Spieler nicht bestraft werden, wenn sie sich zumeist teuer ein Schutzgebäude zugelegt haben. Die zweite Sache betrifft die Ausschüttung von Luxusgütern... hier ist die optimale Lösung noch nicht gefunden.


Nächstes Spiel war ein flottes Kartenspiel von Hartmut, namens Keep Away.
Es gilt möglichst wenige Stiche zu bekommen. Dazu darf man mit seinem gespielten Kartenwert nicht am Nächsten an der Karte in der Tischmitte sein, doch auch die kann sich einmal pro Runde ändern. Ein wirklich schön schlankes und einsteigerfreundliches Spiel, bei dem mehr Kontrolle zu Lasten der kurzen Regeln gehen.
Wir probierten noch 2 Regelvarianten aus, aber die letzte Entscheidung liegt bei Hartmut.

Montag, 17. Februar 2014

Weltwunder neben Schwerindustrie

Am heutigen Freitag sollte sich die Spieleauswahl flott entscheiden. Wir starteten zu viert Suburbia. 3 Leute (mich eingeschlossen) kannten das Spiel noch nicht. Dementsprechend mühsam war der Einstieg und oft schleppend der Spielfluss.

Runde für Runde erwerben wir ein Plättchen, das wir unserer Stadt zuführen. Dafür erhalten wir optimalerweise Neue Bewohner und höheres Einkommen. Manche umliegenden Plättchen beeinflussen das Neue Plättchen positiv wie negativ. Ein privates, sowie einige offene Ziele geben eine grobe Marschrichtung vor, was später besonders honoriert wird. Ein cleverer Mechanismus sorgt dafür, dass man noch nicht früh viele Bewohner haben will, denn immer wenn man eine bestimmte Zahl überschreitet, reduziert man sein Geld- und Bewohnereinkommen. Das sorgt für eine kribbelnde Dynamik, denn irgendwann gibt es kein Halten mehr.

Wir hatten direkt die Erweiterung im Spiel implementiert - diese schmiegt sich ohne Extraregeln wunderbar perfekt ins Grundspiel. Man hat das Gefühl, das Spiel muss so sein.

Stellenweise kommt mir die Totzeit extrem vor, zumal man oft seinen Zug erst beginnen und Bedenken kann, wenn man wirklich an der Reihe ist: welches Plättchen gibt es neu, welches nimmt mir der Vordermann weg... zudem kann es höchst verwirrend sein, an sämtliche Wechselwirkungen zu denken.

Ich hatte mich zu sehr vom schnellen Geld blenden lassen und dafür die vorgegebenen Ziele vernachlässigt-eine schlechte Idee, denn so blieb nur der letzte Platz.
Suburbia wird wohl schneller gehen, wenn es bekannt ist und man vor allem den Wert der Plättchen besser einschätzen kann. Kein Superburner, aber ein grundsolides Spiel.


Als nächstes sollte etwas kürzeres auf den Tisch und so versuchten wir uns zu sechst an 7 Wonders. Weil der eine lieber die Leaders, die andere lieber Cities Erweiterung Spielen wollte, beließen wir es beim Grundspiel. Irgendwie hatte ich ständig das Gefühl, die anderen hätten von allem viel mehr als ich, aber als ich dann meine fünfte Gildenkarte bei fast allen gewonnenen Kriegen vor mir liegen sah, dachte ich mir schon, dass es für den Sieg reichen könnte-und so war es denn auch...

Samstag, 15. Februar 2014

Dämonen auf dem Peloponnes

Nach längerem Warten sollte "nur" noch Georg auftauchen, aber das war nicht schlimm, hatte er doch sein Demonwars im Gepäck und wollte die Zweierversion mit minimal modifizierten Regeln ausprobieren.
Richtig genial, wenn es beide kennen und zügig Spielen können.
 Ich legte den Fokus zu sehr auf Entwicklung des Charakters und vergaß dabei ein wenig das Auslegen der so wichtigen Legionen - so kam es, dass ich dem drohenden 40-Punkteende nichts entgegenzusetzen hatte.
Toll vor allem, die gerade einmal 30 Minuten Spielzeit. Eine wirkliche Schwäche ist nicht mehr zu erkennen und vor allem die Variabilität über die Karten ist bemerkenswert.


Danach testeten wir mein Peloponnes Kartenspiel. Da Georg das Brettspiel noch nicht kannte, wollte alles erklärt werden.

So brauchte es noch eine zweite Partie, um Schwächen zu erkennen. Vielleicht müssen die Katastrophen etwas abgewandelt werden, die Zivilisationen sind definitiv nicht gleichstark, um weniger Geldkarten zu benötigen, lässt sich das Mindestgebot herabsetzen und der Mangel an Steinen, war mir zuletzt nicht so sehr aufgefallen. Gute neue Ansätze für die weitere Entwicklung.

Freitag, 7. Februar 2014

Früh übt sich

Da meine Erledigungen schneller gingen, wie erwartet, schlug ich bereits um 17.30 Uhr in der Spielwiese auf. Natürlich erschien Rolf um die gleiche Zeit. Nach etwas Konversation, baute ich schon mal mein Panthalos auf. Till war der dritte, und so Stand einer flotten Runde nichts im Wege.
Jeder kannte das Spiel, und so musste ich nur die letzten Änderungen erläutern. Diese entpuppten sich als sehr gelungen und Spielflussfördernd. Die Rundenreduzierung auf maximal 7 Runden muss ich allerdings wieder zurück nehmen. Das Spiel muss man so plötzlich nicht abwürgen. Das schwächt zudem länger ausgelegte Vorgehensweisen.

Endlich verspüre ich ein Kribbeln bei den Aktionen, die ich noch beabsichtige durchzuführen.
Jetzt ist das Spiel noch einen Monat zu einer externen Testrunde unterwegs. Da bin ich mächtig auf das Feedback gespannt.


Aus Nürnberg zurück kam Georg, der sein Dämonenspiel einem Verlag mitgeben könnte. Ein weiterer Verlag will sich die Regeln anschauen... das klingt doch schon mal ganz gut.


Anschließend zeigte uns Christine ein Spiel, dass sie für ihre Abschlussarbeit entworfen hat. Das Thema lautet Kommunikation und Design. Leider sorgt vor allem das gefällige Design dafür, dass die Übersicht sehr leidet. Dazu kommen 2 weitere Spielflusshemmende Mechanismen: Auktion und freies Verhandeln. Klar, dass man sich da irgendwann zurück hält, damit man zum Ende kommt. Ansatzweise finden sich aber durchaus gefällige Elemente: das Verderben der Lebensmittel hat sogar einen pädagogischen Aspekt. Die positiven und negativen Ereigniskarten sind allerdings viel zu mächtig, in die eine, wie in die andere Richtung... das steht nicht im Verhältnis zu den regulären Aktionen. Als "richtiges Spiel" für den Markt hätte ich gesagt: Daumen runter, als Abschlussarbeit für "Kaumspieler" mit dem lehrhaften Hintergrund durchaus OK.

Dienstag, 28. Januar 2014

Tiere auf dem Peloponnes

Nach 2 Wochen Beschäftigungs- und Wetterbedingter Montagsabstinenz war heute wieder Prototypabend in der Spielwiese angesagt. Was auffiel, waren die vielen Gespräche zur Nürnberger Spielwarenmesse, auf der doch einige hier anwesend sind.

In den letzten beiden Wochen war ich fleißig gewesen und hatte die Idee eines Peloponnes-Kartenspiels ausgearbeitet und bisher ein paarmal mit mir selbst getestet... nun der erste Test in der richtigen Runde. Was auffiel, dass das Spielgefühl sich doch ziemlich unterscheidet und die Gewichtungen sich etwas verschoben haben. Die Katastrophen treten nun nicht mehr alle zwingend ein, das schwächt die Boshaftigkeit des Spiels deutlich ab. Vielleicht ist es nun zu harmlos. Dafür sollte es schwieriger sein, die Bevölkerung über Wasser zu halten. Das hatte Anna, die Nichte von Rolf ziemlich verpatzt - als sie die Notwendigkeit der Nahrung realisierte, war es für sie schon zu spät.
Trotzdem-vielversprechender Test, dessen Hauptproblem wohl die Beschränkung auf 120 Karten sein wird.

Während Georg nebenan noch einmal sein Dämonenkartenspiel testete (übrigens hat er in Nürnberg einen Termin mit Pegasusspiele *Daumendrück*), war nun Hartmuts Spiel an der Reihe. Den Namen habe ich leider vergessen, aber es geht darum verschiedene Tiere auf dem Spielplan so anzuordnen, dass mir eine bestimmte Konstellation ein Foto (=Auftrag) ermöglicht. Dabei ist vor allem die thematische Einkleidung der Bewegung gelungen, was das Überblicken der Möglichkeiten vereinfacht-trotzdem ist dieses Knobeln und Grübeln sicher nicht nach jedem Geschmack. Für Hartmut gibt es hier noch einiges zu tun, bis die putzigen Tierchen ein Zuhause (Verlag) finden.

Ganz plötzlich sind die Peloponnes Basisspiele sowie die Neue Sacrum Erweiterung bereits Montag eingetroffen - dementsprechend geht es hier Platzmäßig noch drunter und drüber. Das wird jetzt sicher noch eine Woche dauern, bis Ordnung eingekehrt ist und der erste Schwung Bestellungen erledigt ist, aber man macht es ja auch gerne :-)

Neue Eindrücke zu Russian Railroads
Neue Kinokritiken zu Inside Llewyn Davis und die Frau, die sich traut

Montag, 13. Januar 2014

Zu viele Regeln...

Nachdem ich letzten Montag vergeblich auf die Autorenkollegen wartete, waren dieses Mal endlich wieder Rolf und Till dabei.

Wir starteten mit meinem Phalanx, das ich ein wenig modifiziert hatte, was auch wirklich toll funktionierte. Vielleicht braucht es 3-4 Karten mehr, damit sich das Endspiel besser entfalten kann, aber sonst bin ich damit sehr glücklich.


Während die Kollegen nebenan noch ein Spiel fertig testeten, quatschten wir noch ein wenig, bevor die beiden auch schon aufbrechen wollten/mussten.

Irgendwie war es mir noch zu früh und die andere Runde wollte gerne noch mein Panthalos testen... gerne, auch wenn es sicherlich ziemlich spät werden würde.

Bereits beim Erklären merkte ich, dass ich mich bei den letzten Änderungen zu sehr in kleinteiligen Regeldetails verloren hatte, was den Erklärfluss hemmte und auch ein paar der Details zunächst unter den Tisch fielen. Im Spiel bewahrheitete sich die Befürchtung, sodass ich schnellstens wieder zurückrudern muss, was Panthalos angeht. Trotzdem, dieser Test war immens wertvoll!

Eine Neue Rezension zu Palmyra liegt hier Online.

Montag, 6. Januar 2014

Schienen und Schoner

Als ich den Raum betrat, waren bereits zwei Leute dabei, Russian Railroads aufzubauen - da lässt man sich ja nicht zweimal bitten. Ein 4. Spieler sollte schnell gefunden werden.

Nach einer kurzen Erklärungsauffrischung ging es los... Jetzt, da man die Abläufe kennt, kribbelt es fast noch mehr, als in meiner ersten Partie, denn man hat so etwas wie einen Plan. Wer den besten Plan B hat - gewinnt :-) Dieses Mal war es die 9er Lok und die recht frühe 20-Punktemedaille, die den Sieg bescherten und das nur knapp unter 500 Punkten... krass.

Da am Nebentisch auch ein Spiel beendet war, mischten wir uns neu durch. Sehr gespannt war ich auf das Keyflower, was jetzt auf den Tisch kommen sollte. Hatte ich doch seinerzeit trotz der der tollen Bewertungen nicht geschafft.

Während 4 Runden (=Jahreszeiten) vergrößern wir unsere Ländereien, verbessern die Landschaften und nutzen deren Aktionen.
Der Frühling geht wirklich sehr schnell und ich fragte mich, wie das Spiel denn über 2 Stunden dauern soll - aber weitere Jahreszeiten benötigen mehr Zeit, weil die Möglichkeiten größer sind.
Das Tolle bei Keyflower ist die Variabilität. Bis zu 6 Spieler können dabei sein, wo fast alle anderen Strategiespiele längst schlapp machen.

Ebenfalls sehr clever gelöst ist der Biet- und Aktionsmechanismus, wie man an neue Einsetzfiguren kommt. Es sollte ein zähes Ringen um die besten Landschaften werden, d
as sich gerade im Winter nochmal zuspitzt, denn da geht es wirklich um die big points.
Sicher, ist die Situation nicht leicht zu Überblicken, gerade weil man auch Felder der Mitspieler nutzt, aber im Gründe wurde das optisch doch noch akzeptabel gelöst.

Spiele ohne Spielplan wirken von weitem immer ein wenig unattraktiv gerade für den Strategieliebhaber, aber Keyflower lohnt sich auf jeden Fall, auch wenn die 120-Minutenmarke wohl regelmäßig überschritten wird.

Mittwoch, 1. Januar 2014

Letztes Spielen in 2013

Zum zweiten Mal hatte es mich zum Freitagstreff in der Urbanstraße verschlagen.

Es sollte bereits um 16 Uhr losgehen, allerdings waren um die Zeit erst 2 Leute vor Ort, die auch noch Imperial 2030 spielen wollten. Das „Ur-Imperial“ hatte ich eigentlich abgewählt und so bevorzugte ich auf weitere Ankömmlinge zu warten. Zum Überbrücken schmissen wir uns auf eine Runde Oddville zusammen.
Ein immer noch sehr attraktives Spiel, allerdings besaß ein Mitspieler eine tödliche Kombination an Gildenkarten und konnte so das Spiel beenden, bevor wir auch nur mehr als 3 Gebäude errichtet hatten.

Danach füllte sich der Raum und es ging ans Neuverteilen. Am Nachbartisch schickten sich 3 Damen an, Trajan zu spielen und so wurde ich als 4. Spieler mitaufgenommen. Trotz Erklärung (eine kannte das Spiel noch nicht), konnten wir recht bald starten – die Symbolik ist hier wirklich vortrefflich gelungen und erleichtert den Einstieg.
Ich konnte früh in Führung gehen und lange die Führung noch ausbauen, aber am Ende ging mir ein wenig die Puste aus und so rückte das Feld zusammen. Die anderen hatten weitaus mehr Schiffsaktionen genutzt um massenhaft Karten auszulegen – das war beängstigend. Nur soviel: Es sollte noch knapp reichen.

Während unserer letzten Spielrunde, wurde am Nachbartisch Russian Railroads aufgebaut. Da sich die Kritiker allerorts fast überschlagen mit Lobesworten, wollte ich das Spiel unbedingt kennenlernen.
Zum Glück wartete man auf mich, bis wir die Trajan-Abrechnung beendet hatten. Es musste ja auch einiges aufgebaut werden auf dem RRR-Tisch.

Der Erklärer hatte das Spiel bereits 2x gespielt und schien auch mit einigen einschlägigen Strategien vertraut gewesen, weshalb es wohl für uns 3 Neulinge nur um die Plätze zu gehen schien.

Was sofort auffällt – die Symbolik ist auch hier absolut gelungen und unterstützt die Spielabläufe sehr.
Das Einsetzen der Arbeiter ist nur der Grundmechanismus, um an die verschiedenen Aktionen zu kommen. Den Hauptmotor entwickelt das persönliche Tableau mit seinen Zusammenhängen und Belohnungen.
Anfangs fragt man sich schon, wie man auf 300+ Punkte kommen soll, aber gerade in den letzten beiden Runden steigen die Einkünfte exorbitant an – dass am Ende alle 4 Spieler diese Marke übertreffen sollten.
Das Spiel lässt sehr viele verschiedene Strategien und Mischformen davon zu. Welche man einschlägt ist auch von dem abhängig, was man während den Durchgängen abbekommt. Meist finden sich mehr oder weniger gute Alternativen.

Absolut von Vorteil ist, wenn man sich mit den anderen Spielern wenig ins Gehege kommt. Das geht über eigene Einsetzfelder (Ingenieure) odr auch wenn man der Erste ist, der eine Gleisfarbe freigeschaltet hat. So gelang es mir jeweils Braun, Beige und schließlich Weiß zuerst freizuschalten. Das erlaubt bestimmte Einsetzfelder als Einziger nutzen zu können. Dazu hatte ich den schwarzen Extraarbeiter, was mir das Vorantreiben der Schwarzen Schienen erleichterte.
So sollte ich mit 379 Punkten knapp die Oberhand behalten... ein wirklich bemerkenswertes Spiel, bei dem es (noch) endlos viel zu Entdecken gibt.

23 Uhr war dann meine Zeit aufzubrechen, aber ich komme wieder – keine Frage

Samstag, 28. Dezember 2013

Irongame + Ironmovie of the year 2013

Eigentlich stand mein Spielehighlight dieses Jahr schon lange fest. Nicht überraschend sollte es Terra Mystica sein - ich weiß, das Spiel ist eigentlich schon von 2012, aber ich habe es erst in diesem Jahr kennen und lieben gelernt.

Doch nun hat es im allerletzten Moment auf die gleiche Stufe geschafft: Russian Railroads! (Bericht folgt die Tage an gleicher Stelle).
Dieses Spielerlebnis gepaart mit solch einer klaren Iconographie bringt ein wirklich unglaubliches und auch elegantes Vergnügen auf den Tisch. Erst durch Russian Railroads merkt man, wie "schwach" z.B. eigentlich die keinesfalls schlechten, hoch gehandelten Madeira oder Concordia sind.

So bin ich hier zu dem Ergebnis gekommen, dass keines der beiden Spiele auf die Auszeichnung verzichten muss - das wäre nicht fair gewesen.

Außerordentlich schwer war auch die Wahl zu meinem besten Film in 2013. DIE "Überproduktion" gab es nicht, dafür einige emotional bewegende und große Filme. Ich zähle mal die Kandidaten auf:
Django Unchained, Freier Fall, Finsterworld, Captain Philipps und Eltern.

Nach langem Überlegen habe ich mich für das abgedrehte Machwerk Finsterworld entschieden, einfach weil es in seiner Art das ungewöhnlichste und originellste war.


Soweit wars das von meiner Seite aus für dieses Jahr und wünsche allen Lesern einen guten Rutsch ins Neue Jahr 2014

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Mit der Phalanx in die Hölle

Da Hartmut der Erste war, stürzten wir uns auf eine 2er Partie von meinem Phalanxx. Das Spiel hatte ich die letzten Monate zur Seite gelegt, weil andere Spiele, wie z.B. Panthalos Priorität hatten.
Nach so langer Zeit musste ich mir allerdings die Regeln zurück ins Gedächtnis rufen… nicht, dass ich die noch nicht schriftlich formuliert hätte, aber ich hatte schlichtweg keine Zeit, mir diese vorher noch einmal anzuschauen.

Nach ein paar Durchgänge war klar, dass wohl Hartmut die Oberhand behalten sollte - und so kam es dann auch.
Die Kartenauslage war vor allem zu zweit sehr statisch - hier muss ich nochmal eingreifen, denn ansonsten war es wie gehabt sehr sehr rund.

Inzwischen bevölkerten Georg, Miguel und 2 neue junge Mitspieler den Autorentisch, sodass Georg die Chance nutzte sein Dämonendeckbauspiel in der Maximalbesetzung zu testen. Der Aufbau eines fairen Spielplanes sollte sich als schwierig gestalten, denn Sechsecke und 5 Spieler, das passt nicht wirklich zusammen. Egal - wir wollten ja vor allem die Abläufe und die Spieldauer testen und die gestaltete sich mit 90 Minuten (+ Erklären) als noch im Rahmen.

Witzigerweise funktionierte meine “Taktik”  wie auch schon im letzten Spiel: lange im Hintergrund halten, denn die führenden Spieler befinden sich stets im Fokus von Attacken und dann in den letzten beiden Runden zuschlagen - was allerdings nur möglich ist, wenn man punktemäßig nicht zu sehr abreißen lässt… gut - Glück braucht man auch, so gelang mir eine gute Kombination an Karten in meiner Auslage, die Angriffe der Anderen erschwerten und die mir zudem noch Punkte außer der Reihe bescherten.

Das Spiel ist mit kleinen Abstrichen wirklich schon sehr sehr gut. Einige der Karten sollten wohl entfernt werden, gerade weil nicht genau klar ist wann und wie diese wirken.

Danach war teilweise Aufbruch angesagt. Ich hoffe, dass wir uns nach Weihnachten im alten Jahr noch einmal sehen… in diesem Sinne: frohe Weihnachten


Übrigens läuft das Gewinnspiel noch bis zum 23.12.2013
Es lohnt sich sicher noch mitzumachen!

Neue Filmkritiken zu Das große Heft und Chasing Ice



Dienstag, 10. Dezember 2013

Besuch aus Schwaben

Diesen Montag sollte Rolf nach zwei Wochen Abstinenz wieder vor Ort sein und auch Dietmar Stadler aus dem Schwabenland weilte gerade in Berlin. Mit Till konnten wir zu viert nach einigen Änderungen mein Panthalos testen.

Siehe da: das neue Spielende konnte überzeugen, genau wie die Punkteanpassungen und das Erwerben weiterer Anführer. Wir erlebten trotz diverser Strategien ein höchst spannendes Spiel, mit überraschenden Duellausgängen und einem Kopf an Kopf Finish zwischen Rolf und mir.
Die ca. 120 Spielminuten wurden als weit weniger empfunden und den letzten Änderungen wurde ein Lob bescheinigt. Im Detail gibt es noch Dinge in Sachen Übersicht zu verbessern, das Duell regeltechnisch etwas zu entschlacken und das Spielende gradliniger auszuformulieren.

Seit langem merkte ich dieses Mal ein spürbar positives Gefühl für das Spiel.
Da die Uhr bereits ziemlich fortgeschritten war, lohnte es sich für mich nicht, noch etwas anzufangen, also unterhielten wir uns noch etwas, bevor Dietmar zu der anderen Testrunde wechselte.

Aktuell könnt ihr eine von 3 verfügbaren Palmyra-Kaffeebechern gewinnen, wenn ihr zwei Fragen richtig beantworten könnt. 

Neue Eindrücke zu Madeira

Neue Kinokritiken zu Alphabet und Der Geschmack von Apfelkernen

Montag, 2. Dezember 2013

Neues und Älteres in neuer Umgebung

Nachdem mir das Spielefest in der Urbanstraße so gut gefallen hat, wollte ich dort mal zum wöchentlichen Treffen aufschlagen.
An 3 Tischen wurde gespielt und fürs leibliche Wohl war ausreichend gesorgt.

Wir starteten mit Yunnan, dem Erstlingswerk von Westpark-Gamer Aaron Haag.
Wir platzieren unsere Leute in den verschiedenen Häusern, um dafür etwas zu erhalten. Wer es besonders billig will, läuft Gefahr überboten zu  werden. Nicht eingesetzte Personen dürfen sich zur Tee-Ernte aufmachen. Je weiter die Provinz entfernt ist, desto höher fällt der Ertrag aus. Doch zu beachten ist, dass man eine durchgehende Verbindung haben sollte, sonst gehen Teile der Erträge verloren. Jede Runde darf man von seinem aktuellen Ertrag beliebig viel in Punkte umwandeln. Werden 80 Punkte erreicht, endet die Partie, wobei nicht unbedingt dieser Spieler auch gewonnen hat.

Was man anfangs noch nicht realisiert, ist die Geschwindigkeit, mit der das Spiel vorangetrieben wird. Wenn man nach 3 Spielrunden nur ein paar wenige Punkte besitzt, hat man keine Vorstellung, wie man jemals auf 80 Punkte kommen soll. Ein probates Mittel, um zu Geld zu kommen, ist die Bank. Je nachdem, Wie viel Geld die anderen Spieler ausgeben, ist die Bank mehr oder weniger ergiebig, allerdings ist das Spiel mit der Bank recht langweilig, weil man in der Runde außer Reisen nichts weiter unternimmt. Ein Element, das nicht jedem zusagt ist das Verdrängen anderer Spieler durch einen Einfluss-stärkeren Spieler. Hier war bereits nach 2 Runden ausgiebiges Aufstöhnen zu vernehmen. Das Vorgehen der Spieler verläuft äußerst unterschiedlich - es gibt viel zu Beachten, gerade auch den Provinzkommissar und die Spielreihenfolge, aber es gibt auch äußerst viel zu entdecken. Mich hat das Spiel sehr überzeugen können, wobei mir auch Elemente zwiespältig vorkommen: Bei Spielende kann ich erst alles durch zählen, was jeder Spieler an Punkten besitzt und dann vielleicht selbst entscheiden, ob ich Schluss machen will. Andererseits ist gerade dieses Element auch wahnsinnig spannend.

Ich könnte ziemlich leicht gewinnen, weil ich 'antizyklisch' gespielt habe: zuerst Einfluss und niemals ganz weit gereist, dabei meist am wenigsten verdient = bester Platz in der Reihenfolge, in 2 Runden (wo die Mitspieler über viel Geld verfügten) die Bank besucht und sämtliche Einnahmen in Punkte umgewandelt. Problem: die Gewichtung der Bank ändert sich mit den Spielerzahlen Bei uns zu fünft war dort sehr viel abzugreifen - zu dritt eher nicht. Hier vermisse ich eine Anpassung. Die viele Rechnerei und die Verwaltung der vielen Rundenphasen wurde ebenfalls bemängelt, weil es den Spielfluss hemmt. Trotzdem reicht mir das Erlebte, um auf weitere Partien gespannt zu sein.

Zweites Spiel des Abends war Hanabi, dem ich zwar die Originalität bescheinige, allerdings das Spiel für mich nun abgewählt habe, ob des subtilen Hinweisgebens. Die verwischte Grenze zwischen erlaubten und verbotenen Tipps gefällt mir absolut nicht.

Irgendwie landete plötzlich Das Geheimnis der Abtei auf dem Tisch. Ein Spiel, das vor allem von der Atmosphäre und vom Material lebt. Die Fragerei und 'Kombiniererei' machen mir überhaupt keine Freude.

Da wir noch Zuwachs bekamen, war eine Runde Ohne Furcht und Adel der logische Absacker. Immer noch ein hervorragendes Spiel, wenn man mal eine Runde nicht gemeuchelt wird.

Schön war's - ich komme sicher wieder, wenn es sich ergibt.

Neue Kinokritiken zu Die andere Heimat und Exit Marrakech

Freitag, 22. November 2013

Schalom

Heute sollten wir einen Gast aus Israel haben. Die junge Frau weilt bis zum Wochenende in Berlin und suchte sich als Spielbegeisterte die Spielwiese aus. Ich wollte noch einmal die Peloponnes Erweiterung testen und so musste die Erklärung auf Englisch vonstatten gehen. Mit Hartmut und Rolf kannten nur 2 Leute das Spiel bereits - für Till war es Neuland. Ich beschränkte mich aufs Zuschauen. Die neuen Zivilisationen machten ein gutes Bild, aber auf keinen Fall ein zu gutes. Ansonsten könnte Rolf mit der neu möglichen Taktik knapp den zweiten Platz einfahren. Das passt jetzt soweit.

Danach testeten wir Hartmuts Zooloretto Würfelspiel. Der Schluss wirkte noch nicht rund und wir testeten gleich mehrere Versionen, das das Spiel kaum 20 Minuten dauerte. Ob es den Namen beibehält ist eher zweifelhaft. Einer würfelt und alle platzieren ihre zuvor geschnapptes Tier im erwürfelten (Farbe) Gehege. Wenn die Tiere vergeben sind, beginnt das Umsetzen. Hier muss die Wertung noch straffer und einfacher greifen.

Da sich Auflösungserscheinungen breit machten und unser Israelischer Gast noch etwas Spielen wollte, fiel die Entscheidung auf R-Öko... dieses phantastische kleine Kartenspiel bringt mit so wenig Regeln so viel Spaß auf den Punkt. Leider lief die Partie an den beiden anderen ziemlich vorbei :-)

Neue Eindrücke zu Rampage
Neue Kinokritik zu Die Schönen Tage und Michael Kohlhaas

Dienstag, 12. November 2013

Love um sechs

Was war denn heute los? Komme ich 18.30 in die Spielwiese, tobt bereits die Autorenrunde, allerdings bei einer Partie Love Letter. Montermäßig ist sie geworden, die Pegasus-Ausgabe. Die Karten riesig und fast so dick wie Plättchen. Na ja-es muss ja etwas Geschehen, dass eine Umschachtel rechtfertigt... die hübschen Holzherzen tun dann ihr Übriges.

Rolf hatte nicht so viel Zeit, also stürzten wir uns zu dritt in mein Panthalos. Die letzten Änderungen fruchteten nur teilweise. Positiv auf jeden Fall die Verwaltungsverschlankung. So kamen wir in unter einer Stunde bei erfahrenen Spielern durch. Die Gewichtung der einzelnen Elemente haben sich etwas verschoben-hier ist noch Handlungsbedarf.

Danach wollte Georg noch einmal sein Dämonenspiel testen. Zwei interessierte Neulinge wohnten der Runde bei. Inzwischen passt auch die Häufigkeit der Karten. Ich denke, Georg sollte sich jetzt wirklich daran machen, die Kartentexte zu verschlanken und die Optik spielerfreundlicher zu machen. Dann kann er damit sicher den nächsten Schritt gehen.

Neue Eindrücke zu Karnickel
Neue Kinokritiken zu Zum Geburtstag und Das Mädchen Wadjda

Mittwoch, 6. November 2013

Nach der Messe... ist schon bald Weihnachten

Das war sie also, meine fünfte Spielemesse als Aussteller und es war wirklich wieder ein tolles Erlebnis mit viel positivem Stress und vor allem sooo vielen Bekannten, die man nur einmal im Jahr dort trifft. Leider hatte ich einen zweifelhaften Standplatz zugewiesen bekommen, der zwar Vorteile beim Ein- und Ausladen bietet, aber in dem Bereich der Messe wo der Bär steppt schlicht vergessen wird. Vielleicht ist da fürs nächste Jahr eine Verbesserung möglich.

Vielerorts hört man zur Zeit, es gäbe keine Überfliegerspiele dieses Jahr, aber welche grandiosen Spiele würden auch sofort als solche erkannt? Die nächsten Monate werden bestimmt ein paar Juwelen ans Tageslicht bringen.

Da bekanntlich nach der Messe vor der ... bleibt wenig Zeit, denn es geht sofort an die nächsten Projekte. Hier zeigt sich, dass ein paar helfende Hände Wunder wirken könnten, denn es bleibt vieles auf der Strecke und auch Palmyra kann ich nicht in dem Maße promoten, wie ich es gerne tun würde.

So kam diesen Montag mein Pandora Titania nach den letzten Änderungen auf den Testtisch und man merkt, die Arbeit, die ich investiert habe hat sich gelohnt und auch dieser Test brachte wertvolles zu Tage. Die Arbeiten sind noch längst nicht abgeschlossen, allerdings ist es nun Zeit sich von dem verquerten Titel zu trennen. Fortan gibt es nur noch PANTHALOS!

Übrigens wohnte unserer Runde eine Redakteurin vom Berliner Tagesspiegel bei. Sie schreibt an einem Bericht, der in einem Weihnachts-Special über Spiele erscheinen soll. Sie hatte sich nicht recht getraut unsere Runde mit Fragen zu unterbrechen, aber wir treffen uns nächste Woche nochmal in Ruhe auf einen Kaffee und dann wird ein wenig aus dem „Nähkästchen' geplaudert.

Neue Eindrücke zu Steam Noir Revolution
Neue Kinokritiken zu Silvi, Elysium und Portugal Mon Amour

Dienstag, 22. Oktober 2013

Vor der Messe ist nach der Messe...





Das hat Nerven gekostet und mich um Jahre altern lassen, aber jetzt sind die Spiele komplett und verschweißt hier angekommen - Die Messe kann also kommen.
Alle vorbestellten Spiele für den Versand sind inzwischen raus geschickt und die Essen- Abholer müssen nicht unbedingt alle gleich Donnerstag den Stand stürmen - eure "Kaiserfigur" wird selbstverständlich reserviert! Trotzdem gibt es noch viel vorzubereiten und es ist noch einiges an Arbeit, bis der Transporter abfahrbereit dasteht.

Montag in der Spielwiese wurde deshalb auch vor allem über die Messevorbereitungen gequatscht mit Richard „Histogame“, dessen Spiele ich am Stand mitverkaufe, da er die Tage tatsächlich Vater wird und deshalb in Berlin verweilen will und mit Georg, der mit mir Mittwoch gaaanz früh zur Messe fährt und auch beim Standaufbau und Erklären (Donnerstag und Freitag) hilft.

Voller Vorfreude und Tatendrang auf meine 5. Messe als Aussteller!
Da bekanntlich nach der Messe vor der Messe ist, geht es dann lückenlos ans Testen der nächsten Veröffentlichungen.

Neue Eindrücke zu Terra Mystica gibt's hier
eine Neue Kinokritik zu Zwei Leben hier